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    Junge Frau hustet im Bett

    Reizhusten – unangenehmer Begleiter in vielen Situationen

    Obwohl Husten als Funktion des Körpers dem Schutz und der Abwehr dient, kann er in vielen Situationen unangenehm störend und schmerzhaft sein. Husten hat die Funktion, dass Schadstoffe (Fremdkörper, Bakterien, etc.) „ausgeworfen“ werden, um eine Schädigung der Atemwege und des Organismus zu verhindern.

    Reizhusten taucht unvermittelt auf. Ohne konkreten Anlass, ohne Auswurf. Er wird als „unproduktiver“ Husten bezeichnet. Seine Schutz- und Reinigungsfunktion ist eingeschränkt.

    In welchen Situationen und zu welchen Anlässen das Symptom auftauchen kann erfahren Sie in diesem Artikel.

    Reizhusten in der Nacht

    Mann liegt schlaflos im BettBesonders Nachts ist Reizhusten ein ausgesprochen unangenehmer Begleiter. Der Hustenreiz verhindert ein Durchschlafen, am Morgen wacht man müde und abgespannt auf. Ob die Ursache eine Erkältung ist oder ein Rückfluss der Magensäure (Reflux), der Schlaf ist gestört. Kurzfristig hilft das Trinken von warmen Wasser in kleinen Schlucken. Das schwemmt Reizstoffe aus den Atemwegen. Wenn zur Hand, kann bspw. mit Thymian-Öl (eingeatmet oder in warmen Wasser gelöst) Linderung erreicht werden.

    Reizhusten im Liegen

    Generell tritt Reizhusten im Liegen vermehrt auf. Die Ursache ist hierbei auf die Magensäure und unverdauten Speisebrei zurückzuführen, die in die Speiseröhre zurückfließen. Gase dieses Gemischs dringen in die Atemwege vor und lösen über die dort befindlichen Rezeptoren den Hustenreiz aus. Patienten, die an Rückfluss leiden, nehmen im Bett am besten eine halbsitzende Position ein, die das Aufsteigen des aggressiven Breis verhindert. Ein Zeichen, dass trockener Husten auf Reflux zurückzuführen ist, ist Sodbrennen und saures Aufstoßen.

    Reizhusten am Abend

    Abends tritt Reizhusten zumeist auf, wenn sehr viel Zeit in trockenen Räumen verbracht wurde, wenn die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist. Permanentes Heizen und/oder unzureichende Lüftung führen zur Austrocknung der Raumluft. Die Schleimhäute werden gereizt, zusätzlich finden im warmen Raumklima Bakterien beste Bedingungen für die Vermehrung.

    Der Organismus will das Eindringen von Krankheitserregern in die Atemwege verhindern, Rezeptoren lösen den Husten aus, um die Schadstoffe möglichst schnell und effizient aus dem Körper zu entfernen.

    Reizhusten am Morgen

    In anderen Fällen verläuft zwar die Nacht ruhig und ohne Störungen, doch anstatt, dass am Morgen der Wecker klingelt, wird man durch einen unvermittelten Hustenanfall aus dem Schlaf gerissen. Raucher erleben das immer wieder, weil sich Schadstoffe des Nikotins ansammeln und ausgeworfen werden.

    Trockener Husten, ohne Auswurf, ist bei Menschen, die mit offenem Mund schlafen häufig anzutreffen. Sogenannte „Nasenatmer“ haben den Vorteil, der durch die Nase gefilterten Atemluft. Bei „Mundatmern“ ist die Gefahr höher, dass während des Schlafes feinste Staubpartikel eingeatmet werden. Am Morgen sind dann Atemwege und Bronchien gereizt, die Rezeptoren schlagen Alarm und der Husten geht los. Die Reste der Nacht werden ausgeworfen. In den meisten Fällen hilft eine Veränderung der Schlaflage (Seitenlage), eine Besserung kann dennoch erst nach Wochen auftreten.

    Reizhusten in der Stillzeit

    In der Stillzeit ist Husten ebenfalls eine Schutzmaßnahme. Gerade in dieser Zeit sollten keine Krankheitserreger oder Keime über die Muttermilch übertragen werden. Den Reizhusten jetzt mit Arzneimitteln zu bekämpfen, kann für das Baby gefährlich werden. Die Inhaltsstoffe können mit der Milch übertragen werden und beim Kleinkind gesundheitliche Schäden verursachen. Es ist besser auf bewährte Hausmittel zurückzugreifen.

    Tipps und Zusammenfassung: nachhaltigen Reizhusten besser ärztlich behandeln

    Reizhusten ist kein seltenes Phänomen und kann die Schleimhäute in den Atemwegen empfindlich schädigen. Naturheilmittel sind die eine Seite. Die Beschwerden jedoch nur mit Tee oder Säften zu behandeln, kann den Organismus noch mehr schädigen, da alles nur auf das Symptom gerichtet ist. Kurzfristige Linderung ist möglich, langfristig ist die Therapie und Begleitung durch einen Arzt die beste Alternative.

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    In Zusammenarbeit mit:

    Fabienne Müller

    Fabienne Müller

    Seit 15 Jahren Autorin im medizinischen Bereich.
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