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    Spastische Bronchitis

    Neben der chronischen Bronchitis und der akuten Bronchitis gibt es als weitere Form die spastische. In unserem Artikel wollen wir Sie über deren Besonderheiten aufklären und Ihnen Tipps und Informationen mit auf den Weg geben.

    Baby mit spastischer Bronchitis

    Ein Überblick

    • Eine spastische Bronchitis wird auch obstruktive, Säuglings- oder Baby-Bronchitis genannt.
    • Erwachsene können ebenso wie Kleinkinder spastisch reagieren.
    • Sie verläuft wie eine akute Bronchitis, allerdings sind die Bronchien dabei zusätzlich verkrampft.
    • Die spastische Bronchitis tritt häufig bei kleinen Kindern unter 3 Jahren auf.
    • Der Verlauf richtet sich nach dem Schweregrad der Symptome
    • Gehen Sie mit Ihrem Kind in jedem Fall zum Arzt.
    • Eine spastische Bronchitis ist genauso ansteckend wie jede andere Bronchitis auch.
    • Ein typisches Symptom ist das pfeifende Geräusch beim Ausatmen.

    Was ist eine spastische Bronchitis?

    Die spastische Bronchitis kann akut aber auch chronisch sein. Sie tritt sowohl mit vermehrter Schleimbildung als auch ohne Schleim auf. Bei der spastischen Form sind die Bronchien noch zusätzlich verengt. Darum wird die spastische Bronchitis auch obstruktive Bronchitis genannt. Eine Obstruktion ist eine Verengung. Spastisch kann man mit krampfartig gleichsetzen.

    Wie entsteht eine spastische Bronchitis und wer ist besonders anfällig?

    Zum einen sind die Bronchien durch die Entzündung an sich verengt. Hinzu kommt nun noch eine Verkrampfung der Atemmuskulatur. Davon betroffen sind häufiger Säuglinge und Babys. Aus rein anatomischen Gründen neigen sie eher dazu, an einer spastischen Bronchitis zu erkranken. Die Bronchien sind noch sehr zart und zum Teil noch nicht ganz ausgereift. Bei Kleinkindern ist es ähnlich. Darum kennt man die spastische Bronchitis auch noch unter den Namen Kleinkind-Bronchitis oder Baby-Bronchitis.

    Junge Frau mit akuter Bronchitis sitzt im Bett

    Akute Bronchitis

    Mit einer akuten Bronchitis ist nicht zu spaßen. Doch woran erkennt man eine akute Bronchitis, wie kann man diese behandeln und wann sollte man einen Arzt aufsuchen? Infos rund um das Thema der akuten Bronchitis.

    Frau hustet im Freien in die Faust

    Bronchitis Ursachen

    Eine Bronchitis kann für Betroffene sehr unangenehm werden. Da ist es gut zu wissen, wie eine Bronchitis entsteht, welche Ursachen es gibt und wie man sich am besten davor schützen kann.

    Wie lange dauert eine spastische Bronchitis an?

    Die Beschwerden, die eine spastische Bronchitis mit sich bringt, dauern so lange an, wie der Infekt aktiv ist. Schauen Sie sich dahingehend einmal unsere Übersicht über die akute Bronchitis an. Diese dauert bis zu 14 Tage, nach spätestens 4 Wochen ist sie ausgeheilt. Ähnlich verhält es sich mit der spastischen Bronchitis. Da die Erkrankung jedoch hauptsächlich Kinder betrifft, sollten Sie schon viel eher zum Arzt gehen, um eine effektive Behandlung zu wählen.

    Je älter die Kinder werden, desto seltener treten die Symptome einer spastischen Bronchitis auf. Das ist gut zu wissen, denn die hörbaren Atemgeräusche und die zeitweilige Luftnot der Kleinen kann für deutliches Unbehagen sorgen. Die Befürchtung ist groß, dass das Kind eine dauerhafte Lungenerkrankung hat. Das ist aber nicht so.

    Je älter die Kinder werden, desto seltener treten die Symptome einer spastischen Bronchitis auf. Das ist gut zu wissen, denn die hörbaren Atemgeräusche und die zeitweilige Luftnot der Kleinen kann für deutliches Unbehagen sorgen. Die Befürchtung ist groß, dass das Kind eine dauerhafte Lungenerkrankung hat. Das ist aber nicht so.

    Wie klingt eine spastische Bronchitis?

    Kleines Mädchen hält sich beim Hustend die Hand vor den Mund

    Leidet Ihr Kind unter einer spastischen Bronchitis sollte sie am besten einen Arzt konsultieren.

    Eine akute Bronchitis beginnt oft mit trockenem und lautem Husten. Danach bildet sich Schleim und entsprechend feucht hört sich der Husten an. Es grummelt, man hört den Schleim praktisch in den Bronchien flattern. Wenn eine Obstruktion vorliegt, sind die Atemwege verengt. Die Luft muss also noch dünnere Wege passieren. Der Atem klingt rasselnd. Das typischste Anzeichen: Beim Ausatmen hört man ein pfeifendes Geräusch, Giemen genannt.

    Wie erkenne ich eine spastische Bronchitis?

    Ob ihr Kind an einer obstruktiven Bronchitis leidet oder nicht, lässt sich für Laien bzw. Ungeübte nur recht schwer feststellen. Das typische Giemen und die leichte Atemnot können zwar ein Zeichen dafür sein, sind aber nicht unbedingt als solches zu erkennen. Aber neben den typischen Symptomen einer spastischen Bronchitis gibt es noch andere, die für eine Infektion mit einer akuten Bronchitis sprechen.

    • Kurzzeitig Schnupfen, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen
    • Allgemeines Krankheitsgefühl
    • trockener und quälender Husten, der rasch produktiv werden kann. Der Schleim ist dann zunächst zähflüssig, klar und weiß. Später kann er sich gelb oder grün verfärben.
    • hörbare Atemgeräusche
    • Leichte Schmerzen im Brustkorb (Gefühl des Wundseins)
    • Leicht geschwollene Lymphknoten am Hals
    • Fieber selten über 39° Celsius

    Schon gewusst?

    Meistens heilt die spastische Bronchitis folgenlos ab. In etwa 30% der Fälle kann sich daraus später ein Asthma entwickeln. Das passiert häufiger, wenn bereits andere allergische Erkrankungen in der Familie bekannt sind. Meiden Sie dahingehend Passivrauch oder Schimmel in der Wohnung.

    Wie bekommt man eine spastische Bronchitis?

    Die Ursachen dieser Krankheit liegen zum einen in dem Atemwegsinfekt begründet. Eine zunächst harmlos scheinende Erkältung kann sich bei Kindern rasch zu einer Bronchitis entwickeln. Bei Kindern unter drei Jahren tritt diese Form der Bronchitis sehr häufig auf. Dies liegt zum anderen an den noch viel feineren Bronchien. Es gibt also keine vorbeugende Maßnahme gegen die spastische Bronchitis. Genau so wenig gibt es bestimmte Voraussetzungen bei kleinen Kindern, die eher dazu führen, daran zu erkranken.

    Was hilft dagegen? Gibt es Medikamente?

    Die akute und die spastische Bronchitis werden auf ihre Symptome hin behandelt. Da es sich um eine Infektion durch Viren handelt, ist die Gabe von Antibiotika nicht erforderlich. Anders ist es, wenn sich auf die Bronchitis Bakterien angesiedelt haben (Superinfektion). So werden außerdem fiebersenkende Medikamente gegeben oder schleimlösende. Entzündungshemmende Medikamente mit Kortison oder atemwegserweiternde Präparate sind hier die Mittel der Wahl. Besonders für kleine Kinder gibt es diese Medikamente auch als Zäpfchen oder Saft, vorzugsweise aber zur Inhalation. Das kann mit einem Kompressor- oder Ultraschallvernebler geschehen. Größere Kinder können auch schon mit Dosieraerosolen („Spray“) behandelt werden. Weil die Koordination zwischen Auslösen des Sprühstoßes und Einatmen bei jungen Kindern meist nicht gut klappt, sollte eine Inhalationshilfe (Spacer) verwendet werden. Andere kortisonhaltige Inhalationsmedikamente werden, vor allem bei älteren Kindern, auch als Pulverinhalate angeboten.

    Wann muss ich mit meinem Kind zum Arzt?

    Gehen Sie mit Ihrem Kind immer zum Arzt, am besten zum Kinderarzt. Die spastische Bronchitis betrifft hauptsächlich Kinder unter 3 Jahren und quält diese entsprechend. Der Arzt wird zudem feststellen, ob es sich um eine Bronchitis handelt oder die Beschwerden Allergien oder Asthma geschuldet sind. Warten Sie mit Ihren Jüngsten nicht zu lange mit dem Arztbesuch, bevor sich die Beschwerden verschlimmern oder es zu Komplikationen kommt.

    Welche Therapie wird bei spastischer Bronchitis angewendet?

    Bei leichteren Formen, die auch daheim gut auskuriert werden können, eignen sich diverse Hausmittel. Kinder profitieren von Säften und warmen Wickeln zur Nacht. Leiten Sie sie an, viel zu trinken, um Sie beim Lösen des Schleims zu unterstützen. Lassen Sie Ihr Kind inhalieren. Am besten mit einem Inhalator, da bei einer Schüssel mit heißem Wasser Verbrühungsgefahr besteht.

    Abgesehen davon sollte das Kind Ruhe einhalten. Lagern Sie es mit erhöhtem Oberkörper, um die Atmung zu erleichtern. Wirken Sie beruhigend auf Ihr Kind ein. Unruhe oder Stress kann die Atembeschwerden zusätzlich verstärken. Die Atemnot verursacht Angst. Nehmen Sie Ihrem Kind diese und seien Sie als Eltern für es da.

    Achtung: Nutzen Sie bei Ihrem Kind keine ätherischen Öle (Eukalyptus, Pfefferminz), um den Brustkorb einzureiben. Diese können die Spastik in den Bronchien verstärken und damit auch die Atemnot.

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    Autor

    Fabienne Müller

    Seit 15 Jahren Autorin im medizinischen Bereich.
    Fabienne Müller

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