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    Betroffene bei Husten

    Husten ist ein allgegenwärtiges Thema, das viele von uns in der Erkältungszeit in Schach hält. Die meisten Erwachsenen können einen erkältungsbedingten Husten gut überstehen und müssen nicht einmal auf pflanzliche oder chemische Hustenstiller zurückgreifen. Die meisten warten einfach, bis es vorüber ist. Mit einem gesunden Immunsystem ist das auch alles gar kein Problem. Auf unserer Seite widmen wir uns einigen Betroffenen, für die der Umgang mit Husten etwas schwieriger sein kann. Es kommen viele Fragen auf, es herrscht Unsicherheit, gerade dann, wenn ein Kind unter starkem Husten leidet.

    Mutter gibt ihrer Tochter einen Löffel mit Hustensaft

    Das Wichtigste auf einen Blick

    • Husten bei Babys
    • Husten bei Kleinkindern
    • Husten bei Kindern
    • Husten bei Schwangeren

    Husten bei Babys

    Kaum etwas bringt frisch gebackene Eltern mehr um den Verstand, als wenn das Jüngste krank ist. Der Husten bei Babys kann viele Facetten haben. Trockener Reizhustenproduktiver Husten, der Gefahr laufen kann, in eine Bronchitis überzugehen. Das Hüsteln nach dem Trinken der Milch oder sogar das Husten, wenn sich das Babys verschluckt hat. KrupphustenKeuchhusten, wie soll man das alles auseinanderhalten? Außerdem dürfen Säuglinge und Babys viele Medikamente und Hustensäfte noch gar nicht nehmen. Was soll man also tun? Hier bei uns erfahren sie es.

    Husten bei Kleinkindern

    Unter dieser Rubrik geht es weniger um Babys, sondern um Kinder ab 12 bis 24 Monaten. Gerade in der Zeit, wenn die Kleinen in den Kindergarten oder die Kitagehen, leiden die kleinen häufig unter Husten Beschwerden. Ein Infekt jagt den nächsten und es scheint nicht aufzuhören. Bei uns bekommen Sie zahlreiche Tipps und Informationen, die dabei helfen, die Beschwerden zu lindern. Es gibt vieles, was Sie tun können, bevor Sie auf Medikamente zurückgreifen sollten. Hier schon mal der Hinweis: chemische hustenstillende Medikamente bitte nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt verabreichen. Die Kriterien, wann diese gegeben werden sollten, sind streng.

    • keimhemmende Hustensäfte bei bakteriellen Erkrankungen
    • entzündungslindernde Säfte bei Entzündungen der Atemwege
    • Hustensäfte, die den Schleim verflüssigen, wenn er sehr zäh und hartnäckig ist und sich nicht lösen will
    Mutter gibt ihrer Tochter einen Löffel Hustensaft

    Hausmittel für Kinder

    Wenn Babys einen Husten bekommen ist das nicht nur fürs Kind sondern auch für die Eltern schlimm. Doch welcher Hustensaft ist für das Baby geeignet?

    Baby bekommt einen Löffel Hustensaft

    Hustensaft für Babys

    Bei trockenem Husten, der auch Reizhusten genannt wird, sollte man einen Hustenstiller nehemen. Dieser sorgt für eine Linderung des Hustenreizes.

    Wie wirken die verschiedenen Hustenstiller/Hustenlöser

    Es gibt eine ganze Menge guter Produkte an Hustensäften. Sie bringen Hilfe, indem sie den Husten stillen oder Krämpfe und Schleim lösen. Am Beginn einer Erkältung ist meist trockener Reizhusten vorherrschend, im weiteren Verlauf bildet sich dann Sekret, das mit dem Husten ausgeworfen wird.

    • Hustenstiller (Antitussiva): unterdrücken den Hustenreiz und werden oral eingenommen. Sie vermindern die Häufigkeit der Hustenanfälle und dämpfen den Husten. Es sind meist Medikamente und Wirkstoffe, die unabhängig von der Ursache, also symptomatisch wirken.
    • Schleimlösende Hustensäfte (Expektoranzien): kommen zum Einsatz, wenn sich im Laufe der Erkrankung schon Sekret gebildet hat. Nun sollten Sie am besten eventuelle Hustenstiller absetzen, denn der Auswurf von Schleim befördert auch die Krankheitserreger aus dem Körper. Deshalb hält man sich die Hand oder ein Taschentuch vor den Mund, wenn man von einem Hustenanfall geplagt wird. Es ist also ein Prozess der Selbstreinigung, daran sollten Sie immer denken, auch wenn der Sekretauswurf nicht gerade appetitlich ist. Jedes Aushusten bringt sie der Gesundung näher, bzw. verhindert das Eindringen von Bakterien oder Viren.
      Schleimlöser wirken dadurch, dass der Schleim verflüssigt wird. Das funktioniert nur dann, wenn der Flüssigkeitshaushalt des Körpers ausgeglichen ist. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie in der akuten Phase viel trinken.

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    Ob und wie stark ein Baby anfällig für Krankheiten ist, kann bereits in der Schwangerschaft beeinflusst werden. Eine gesunde Lebensweise der Mutter, kann dabei helfen, ein stabiles Immunsystem für das Neugeborene zu entwickeln.

    Ob und wie stark ein Baby anfällig für Krankheiten ist, kann bereits in der Schwangerschaft beeinflusst werden. Eine gesunde Lebensweise der Mutter, kann dabei helfen, ein stabiles Immunsystem für das Neugeborene zu entwickeln.

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    Sind verschiedene Hustensäfte bei unterschiedlichen Hustenarten empfehlenswert?

    Junge bekommt von seiner Mutter einen Löffel Hustensaft

    Bei Kindern sollte man die Einnahme eines Hustensafts am besten mit dem Arzt absprechen.

    Hustenanfälle haben unterschiedliche Ursachen. Deshalb gibt es nicht nur ein „Allheilmittel“. Bei der Auswahl ist als erste Unterscheidung die Frage: trockener (unproduktiver) Husten oder Auswurf von Schleim.
    Während Hustenstiller beim Reizhusten ihr Gutes tun, ist genau das Gegenteil der Fall, wenn es um Husten mit Auswurf geht. Denn der Auswurf dient der Reinigung und sollte nicht unterdrückt werden. Bei produktivem Husten sollten hingegen Hustenlöser verwendet werden.

    Produktiver Husten mit Schleimauswurf der gelblich ist, weist auf eine bakterielle Erkrankung hin. Weißlicher Auswurf hingegen, ist das Kennzeichen eines viralen Infekts. Ursache ist eine Erkältung oder Bronchitis. Husten ist so gesehen keine eigene Krankheit, sondern Symptom und Begleiterscheinung einer tieferliegenden Erkrankung oder Bedrohung des Körpers. Deshalb sind die Arzneimittel unterschiedlich und von ihrem Wirkstoff abhängig einzunehmen. Während bakterielle Infekte (bspw. Lungenentzündung) für eine Behandlung mit Antibiotika geeignet sind, helfen diese bei viralen Erkrankungen (bspw. Grippe, Erkältung) gar nicht.

    Wie wirken die enthaltenen Wirkstoffe, was ist bei Einnahme der verschiedenen Produkte zu beachten?

    Auch bei Hustenstillern und -lösern können, abhängig vom Wirkstoff Nebenwirkungen auftreten. Der empfohlene Blick auf den Beipackzettel, die Frage an Arzt oder Apotheker kann vor unrichtiger, unwirksamer Medikamentation bewahren.

    • Antitussiva lindern Reizhusten unabhängig von der Ursache. Sie können aber auch zu Müdigkeit, Verstopfung und Atembeschwerden führen. Die Wechselwirkung mit anderen Medikamenten ist genau zu prüfen. Die verwendeten Wirkstoffe sind:
      • Dextromethorphan: senkt die Reizschwelle im Hustenzentrum
      • Dropropizin: dämpft den Hustenreiz durch einen Film, der sich über die Schleimhäute legt. Hat entkrampfende Wirkung auf die Bronchien und erleichtert das Atmen.
      • Pentoxyverin: erweitert die Bronchien und erhöht die Reizschwelle im Hustenzentrum (gute Wirkung auch bei Asthma und COPD).
      • Eibischwurzel: ist ein pflanzlicher Wirkstoff, der sich schützend auf die gereizte Schleimhaut im Rachen legt und diese beruhigt.
    • Expektoranzien lösen den Schleim und fördern den Auswurf. Medikamente, mit schleimlösender Wirkung, basieren auf Wirkstoffen, wie:
      • Acetylcystein (ACC) verflüssigt das Sekret und erleichtert das Abhusten. Langandauernde Erkrankungen der Atemwege (chronische Bronchitis, COPD) werden ebenfalls mit diesem Wirkstoff behandelt.
      • Ambroxol wirkt bei zähflüssigem Schleim. Akute und chronische Bronchitis können ebenfalls damit behandelt werden. Ambroxol hat leichte betäubende Wirkung und mildert daher auch Halsschmerzen.
      • Bromhexin regt die Schleimproduktion an und verflüssigt diesen. Der Wirkstoff aktiviert auch die Flimmerhärchen der Lunge, das Abhusten wird erleichtert.
      • Guaifenesin: Einsatz bei Husten, der durch Erkältung ausgelöst wird und bei akuter Bronchitis.

    Schon gewusst?

    Husten kann zu verschiedenen Tageszeiten und Situationen vorkommen. Wenn nach einer Woche Selbstmedikamentation keine Besserung eintritt, sollten Sie am besten den Gang zum Arzt antreten.

    Gibt es spezielle Hustensäfte für Kinder?

    Spezielle Hustensäfte, die für Kinder empfohlen werden, sind meist Hustenstiller auf Basis von Codein oder Noscapin (Antitussiva). Ihre Wirkung ist beruhigend und symptomatisch. Ob sie tatsächlich helfen, ist umstritten.

    Pflanzliche Stoffe werden immer wieder genannt: Fenchel, Thymian, Efeu-Extrakt, Eibisch oder Spitzwegerich. Die Wirkung ist auch bei diesen unklar und nicht nachgewiesen. Dennoch werden sie gerne bei Kindern verwendet, da die Nebenwirkungen hierbei meist geringer sind.

    Doch auch Honig und warme Getränke sind immer eine gute Alternative. Brustwickel und Dampfinhalationen haben schon unsere Großmütter ihren Kindern verpasst und damit gute Erfolge erzielt. Vielleicht hilft es auch das Kind einfach liebevoll in den Arm zu nehmen und zu zeigen, dass es geliebt wird und behütet ist. Bekommt man zwar nicht in der Apotheke, ist aber auch nicht rezeptpflichtig.

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    Autor

    Fabienne Müller

    Seit 15 Jahren Autorin im medizinischen Bereich.
    Fabienne Müller

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