Akute Bronchitis - Ursachen, Symptome und Behandlung

    Die akute Bronchitis ist eine Lungenerkrankung, die recht häufig auftritt. Vor allem in der kalten Jahreszeit ist die Wahrscheinlichkeit höher, daran zu erkranken. In unserem Artikel erfahren Sie, wann eine Bronchitis akut genannt wird und was Sie bei der Behandlung beachten sollten.

    Junge Frau mit Bronchitis sitzt im Bett

    Zusammenfassung

    • Eine akute Bronchitis ist eine Infektion durch Viren
    • Viel Trinken, nicht rauchen und Ruhe sind Dinge, die Sie im Kampf gegen die Bronchitis beachten müssen
    • Die Bronchitis heilt nach durchschnittlich 14 Tagen, spätestens nach 4 Wochen folgenlos ab
    • Kinder, Alte und Immungeschwächte gehen bitte eher zu Arzt
    • Die akute Bronchitis ist durchgehend ansteckend

    Was ist eine akute Bronchitis und wie entsteht sie?

    Die akute Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchien. In etwa 90% der Fälle wird sie durch Viren ausgelöst. Im Vorfeld der Bronchitis leiden Betroffene häufig unter einer Erkältung oder einer Grippe. Vor allem Kinder neigen dazu, sich in den kalten Monaten eine Bronchitis einzufangen. Die akute Bronchitis entsteht, weil sich der Infekt, der die oberen Atemwege betroffen hatte, nach unten ausgebreitet hat. Die Gründe, warum das passiert, können vielfältig sein. Meistens werden die Symptome der Erkältung bzw. der zugehörige Husten nicht richtig oder unzureichend behandelt. Allgemeine Mittel gegen Husten werden falsch oder gar nicht angewendet. Oder die Infektion wird noch weiter durch kontraproduktives Verhalten befeuert. Das heißt konkret: Es wird zu wenig getrunken, oder weiter geraucht, man schont sich nicht oder wendete sogar die falschen Medikamente an. Oft ist es aber auch einfach Pech, wenn sich aus einem harmlosen Husten eine Bronchitis entwickelt. Gerade Kinder, Alte und Immungeschwächte neigen dazu, dass sich scheinbar harmlose Infekte rasch verschlimmern. Ist die Lunge sogar vorgeschädigt wie beispielsweise bei einer COPD oder einem Lungenemphysem, kann sich innerhalb kürzester Zeit sogar eine Lungenentzündung entwickeln.

    Symptome einer akuten Bronchitis

    Woran erkennt man eine akute Bronchitis eigentlich? Im Grund unterscheidet sie sich kaum von einem grippalen Infekt.

    • Kurzzeitig Schnupfen, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen
    • Allgemeines Krankheitsgefühl
    • trockener und quälender Husten, der rasch produktiv wird. Der Schleim ist zunächst zähflüssig, klar und weiß. Später kann er sich gelb oder grün verfärben.
    • hörbare Atemgeräusche
    • Leichte schmerzen im Brustkorb (Gefühl des Wundseins)
    • Leicht geschwollene Lymphknoten am Hals
    • Fieber selten über 39° Celsius
    Mann mit chronischer Bronchitis wird vom Arzt untersucht

    Chronische Bronchitis

    Eine chronische Bronchitis kann unbehandelt zu COPD führen. Umso besser ist es, wenn man eine chronische Bronchitis schnell erkennt, sodass man diese schnell und effektiv behandeln kann.

    Mann nimmt einen Löffel Hustensaft zu sich

    Mittel gegen Bronchitis

    Vor allem in der kalten Jahreszeit ist die Bronchitis weit verbreitet. Erfahren Sie hier, wie man eine Bronchitis am besten behandelt und welche Mittel am wirkungsvollsten sind.

    Woran erkenne ich, ob es sich um eine chronische Bronchitis handelt?

    Chronisch wird die Bronchitis genannt, wenn sie über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten anhält. Dabei fehlen die typischen Symptome eines Infekts. Es gibt also weder Fieber noch geschwollene Lymphknoten, keine Erkältungsbeschwerden und keine Halsschmerzen. Stattdessen den andauernden Husten mit zähem Sekret. Der Raucherhusten ist in seiner extremen Form ein anschauliches Beispiel für eine chronische Bronchitis. Eine chronische Bronchitis ist entsprechend auch nicht ansteckend.

    Bei einer akuten Bronchitis ist Ruhe mit die beste Medizin. Stress gilt es zu vermeiden, denn der Körper braucht dringend die Erholung, um sich regenerieren zu können. Das heißt konkret wie bei vielen anderen Krankheiten: Bleiben Sie zu Hause. Schleppen Sie sie nicht auf die Arbeit, um den Kollegen einen Gefallen zu tun; lassen Sie Ihre Kinder daheim.

    Bei einer akuten Bronchitis ist Ruhe mit die beste Medizin. Stress gilt es zu vermeiden, denn der Körper braucht dringend die Erholung, um sich regenerieren zu können. Das heißt konkret wie bei vielen anderen Krankheiten: Bleiben Sie zu Hause. Schleppen Sie sie nicht auf die Arbeit, um den Kollegen einen Gefallen zu tun; lassen Sie Ihre Kinder daheim.

    Was ist der Unterschied zwischen chronischer Bronchitis, COPD und Lungenemphysem?

    Frau mit Husten sitzt beim Arzt

    Bei einer akuten Bronchitis sollte der Gang zum Arzt nicht zu lange aufgeschoben werden.

    Wie lange die akute Bronchitis anhält, hängt mit der Schwere des Infekts und der Konstitution der Betroffenen zusammen. Normalerweise sagt man aber, dass nach 7 bis 14 Tagen der Infekt ausgeheilt ist. Es kann natürlich sein, dass sich zu dem viralen Infekt Bakterien gesellen und sich auf den entzündeten Atemwegen ansiedeln. Eine sogenannte Superinfektion (Viren + Bakterien) ist entstanden. Das kann den Krankheitsverlauf noch mal verlängern.

    Wie lange dauert eine akute Bronchitis?

    Wenn Sie nicht gegen die Ursachen der chronischen Bronchitis unternehmen, dann dauert diese ewig. Sie hat mit einer akuten Bronchitis, die eindeutig einem Infekt geschuldet ist, nichts zu tun. Ganz im Gegenteil sogar: Unbehandelt verschlechtert sich der Zustand Ihrer Bronchien zunehmend, bis Ihre Atemwege völlig verengt sind und sich eine COPD „eingeschlichen“ hat.

    Schon gewusst?

    Spätestens wenn gewöhnliche Hausmittel nicht anschlagen oder die Bronchitis ungewöhnlich lange dauert, sollten Sie einen Arzt konsultieren.

    Wie lange ist eine akute Bronchitis ansteckend?

    Bereits vor Ausbruch der ersten Symptome einer Bronchitis ist man ansteckend. Darüber hinaus wird die durch Tröpfcheninfektion übertragene Krankheit bis zum Abklingen der Symptome ansteckend sein. Selbst wenn Sie sich eine Superinfektion eingefangen haben und Antibiotika gegen die Bakterien nehmen, sind die Viren nach wie vor ansteckend. Es verhält sich da ähnlich wie bei anderen Infekten der oberen Atemwege.

    Was kann ich gegen die akute Bronchitis tun?

    Die wichtigste und am häufigsten gestellte Frage ist: Wie kann ich die Bronchitis behandeln? Schließlich können die Symptome sehr anstrengend und kräftezehrend sein. Gerade bei Kindern ist es wichtig, ihnen die richtige Behandlung angedeihen zu lassen, um Komplikationen zu vermeiden. Wir fassen für Sie kurz zusammen, was Sie tun können, um den Verlauf einer akuten Bronchitis etwas zu mildern. Reagieren Sie auf die Symptome und handeln Sie entsprechend. Unter anderem:

    • fiebersenkende und schmerzlindernde Mittel einnehmen
    • Erleichterung der Atmung zusätzlich durch Nasentropfen oder Nasensprays
    • Nehmen Sie leichte und vitaminreiche Kost zu sich
    • Achten Sie auch eine reichliche Flüssigkeitszufuhr. Das ist sowohl bei Fieber als auch bei der hohen Verschleimung angebracht
    • Tees aus Anis, Fenchel, Salbei oder Thymian helfen zusätzlich, die Verschleimung zu lösen
    • Anfeuchten der Raumluft und regelmäßige Inhalationen (3 Mal täglich) helfen, festsitzendes Sekret in der Lunge zu lockern
    • Rauchen Sie nicht mehr. Achten Sie auch darauf, dass Kinder (nicht nur die, die erkrankt sind), keinem Passivrauch ausgesetzt sind
    • Sorgen Sie für frische, sauerstoffreiche Luft
    • In schweren Fällen kann sich die akute Bronchitis in eine obstruktive Bronchitis verändern. Dann greifen ähnliche Maßnahmen wie beim Asthma, zum Beispiel Medikamente, die die Bronchien erweitern
    • Nutzen Sie auch altbewährte Hausmittel, um Halsschmerzen oder trockenen Hustenreiz zu lindern. Auf unserer Übersichtsseite finden Sie viele Tipps und Informationen rund um das Thema Hausmittel gegen Reizhusten

    Wann und zu welchem Arzt muss ich gehen?

    Normalerweise verläuft die akute Bronchitis relativ harmlos. Wenn Sie ein paar grundlegende Dinge beachten (siehe oben), heilt die Bronchitis nach rund 14 Tagen folgenlos ab. Die meisten Präparate sowohl gegen den trockenen Reizhusten als auch den produktiven Husten sind rezeptfrei in der Apotheke oder im Drogeriemarkt zu erhalten. Ein Gang zum Arzt ist nur erforderlich, wenn die Beschwerden länger als vier Wochen anhalten oder es zu Komplikationen kommt. Dazu zählt hohes Fieber oder Atemnot. Säuglinge, Babys und Kleinkinder sowie Alte und immungeschwächte Menschen sollten sofort den Arzt aufsuchen. Er wird darüber entscheiden, welche Therapie die richtige ist.

    Wie ist der Unterschied zwischen akuter Bronchitis und Lungenentzündung?

    Wir möchten es hier noch extra erwähnen, denn aus der Bronchitis kann sich auch eine Lungenentzündung entwickeln. Auch heute noch sterben Menschen daran, weil sie die Symptome nicht ernst genommen haben oder nicht kannten oder weil der Verlauf so schnell und intensiv daherkam. Darum hier für Sie die Anzeichen dafür, dass sich Ihre Bronchitis in eine Lungenentzündung gewandelt haben könnte. Spätestens dann sollten Sie unbedingt zum Arzt gehen!

    • Hohes Fieber mit Schüttelfrost und Schweißausbrüchen
    • verschnellerte Atmung
    • Herzrasen
    • Zähes gelbes oder grünes Sekret. Sekret mit Blutbeimengungen
    • Starke Schmerzen im Brustkorb
    • Eintrübung des Bewusstseins

    Weitere interessante Artikel:

    0/5 (0 Reviews)

    Autor

    Fabienne Müller

    Fabienne Müller

    Seit 15 Jahren Autorin im medizinischen Bereich.
    Fabienne Müller

    Latest posts by Fabienne Müller (see all)