Home Mittel gegen Husten

    Die besten Mittel gegen Husten

    Husten kann ausgesprochen quälend sein. Reizhusten bei einer Erkältung, der den Schlaf stört, produktiver, schleimiger Husten, der sich nicht richtig abhusten lässt. Was würden wir alles dafür tun, diese Symptome etwas zu lindern? Hier finden Sie gebündelt die besten Tipps gegen Husten aller Art und Hinweise zu diversen Mitteln die bei Husten Linderung verschaffen können.

    Ältere Frau nimmt einen Löffel Hustensaft ein

    Das Wichtigste auf einen Blick

    • Neben der Einnahme von Mitteln sollten auch die Risikofaktoren, wie z.B. das Rauchen minimiert werden, um die Heilung zu beschleunigen.
    • Viel Wasser trinken hilft bei Husten, da die ausgetrockneten Schleimhäute Flüssigkeit benötigen.
    • Ein feuchtes Raumklima ist ebenfalls gut für die Bronchien.
    • Tee und ätherische Öle helfen beim Heilungsprozess.
    • Mit Homöopathie gibt es ebenfalls gute Erfahrungen von Menschen die unter Husten litten.
    • Wenn der Husten länger als drei Wochen dauert und von Fieber, gelb-grünen Auswurf sowie starken Schmerzen begleitet wird, sollte ein Arzt konsultiert werden.

    Risikofaktoren vermeiden

    Bevor Sie in Erwägung ziehen, auf Medikamente oder anderen Mittel gegen Husten zurück zu greifen, reduzieren oder meiden Sie Risikofaktoren. Wieder einmal steht hier das Rauchen an erster Stelle. Die Lunge ist gut in der Lage, sich zu regenerieren und macht das selbst dann, wenn Sie rauchen. Aber es dauert wesentlich länger. Außerdem begünstigt das Rauchen die Entstehung weiter Erkrankungen wie eine chronische Bronchitis oder eine Lungenentzündung. Aber auch das Passivrauchen sollte unterlassen werden.

    Auch das Arbeiten in staubiger Umgebung wie auf der Baustelle sollte unterlassen werden, zumindest dann, wenn Sie sich in der Hochphase ihrer Erkältung befinden. Ihre Gesundheit sollte Ihnen wichtig sein, da dürfen Sie keinen falschen Ehrgeiz haben und sich krank zur Arbeit schleppen. Zudem tun Sie Ihren Kollegen damit keinen Gefallen. Das Husten ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, um seine Viren in der Umwelt zu verteilen und alle anderen auch anzustecken.

    Was gegen Husten hilft

    Welchen Husten Sie auch haben, eine ausreichende Trinkmenge über den Tag ist Pflicht. Ausgetrocknete Schleimhäute brauchen Flüssigkeit. Wird in der Lunge viel Schleim produziert, nutzt der Körper Wasser für diesen Vorgang. Füllen Sie nach, was benötigt wird. Sie unterstützen Ihre Gesundung damit deutlich. Ein Erwachsener sollte mindestens 1,5 Liter täglich trinken, möglichst aber 2 Liter. Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern werden Eltern rasch verunsichert, ob ihr Kind ausreichend trinkt. Eine kurze Übersicht dazu:

    Min. Trinkmenge je Altersstufe

    • 0-6 Monate – 0,7 bis 1 Liter
    • 6-12 Monate – 0,4 Liter zusätzlich zum Stillen bzw. zur Babymilch
    • 1-4 Jahre – 1 Liter
    • 4-7 Jahre – 1,0 -1,3 Liter
    • 10-13 Jahre – 1,2 Liter
    • 13-15 Jahre – 1,3 Liter
    • 15-18 Jahre – 1,5 Liter
    • Erwachsene – 1,5 Liter

    Diese Angaben bedeuten die Mindestmenge an Flüssigkeitszufuhr. Bei starkem Husten rechnen Sie ein paar hundert Milliliter oben drauf, bei Fieber deutlich mehr.

    Die Bronchien müssen nicht nur von innen her mit Flüssigkeit versorgt werden, sondern auch von außen. Unterstützend sollten Sie das Raumklima feucht halten. Legen Sie dazu ein paar nasse Handtücher über die Heizung. Es gibt auch teure Geräte für so etwas, das brauchen Sie aber nicht. Diese sind eher geeignet für Menschen mit schweren chronischen Lungenerkrankungen.

    Ältere Dame nimmt einen Löffel Hustensaft

    Hustenlöser

    Ist der Husten produktiv, empfiehlt es sich einen Schleimlöser (Hustenlöser) zu nehmen. Dieser verflüssigt den Schleim und erleichtert das Abhusten.

    Hustensaft wird auf einen Löffel gegeben

    Hustenstiller

    Bei trockenem Husten, der auch Reizhusten genannt wird, sollte man einen Hustenstiller nehemen. Dieser sorgt für eine Linderung des Hustenreizes.

    Welche Mittel gegen Husten gibt es noch?

    eben den erwähnten Dingen gibt es noch die Möglichkeit, zu inhalieren. So wie früher: heißer Wasserdampf mit Kamille (Teebeutel genügt) im Wasser befreien die Bronchien. Auch da geht es wieder um das Schaffen eines feuchten Milieus in der Lunge. Zusätzlich weiten sich durch die Wärme die Gefäße in der Lunge, was die Durchblutung anregt und einfach guttut. Und: es löst den Schleim, damit man ihn besser abhusten kann.

    Vorsicht: Ätherische Öle, Eukalyptus und Pfefferminzfühlen sich zwar gut an, aber reizen die Schleimhaut zur vermehrten Schleimbildung. Kinder und Asthmatiker dürfen damit NICHT inhalieren. Außerdem reizen diese Öle die Augen, helfen aber gut, die Nebenhöhlen freizubekommen.  

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    Viel Wasser Trinken hilft bei Husten immer. Denn ausgetrocknete Schleimhäute brauchen viel Flüssigkeit. Der Körper nutzt Flüssigkeit, um Schleim in der Lunge zu produzieren. Deshalb unterstütz Wasser dabei, die Gesundheit zu fördern.

    Viel Wasser Trinken hilft bei Husten immer. Denn ausgetrocknete Schleimhäute brauchen viel Flüssigkeit. Der Körper nutzt Flüssigkeit, um Schleim in der Lunge zu produzieren. Deshalb unterstütz Wasser dabei, die Gesundheit zu fördern.

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    Hausmittel gegen Husten

    Junge Frau lacht beim inhalieren

    Inhalieren reinigt die Schleimhäute in den oberen Atemwegen und fördert deren Durchblutung.

    Der Husten ist so alt wie die Menschheit und im Laufe der Jahre haben sich einige Hausmittel herauskristallisiert, die helfen, den Hustenreiz zu unterdrücken oder den Schleim zu lösen.

    • Warme Milch mit (Fenchel) Honig beruhigt, schmeckt gut und lindert Reizhusten
    • Zwiebelsaft. Eine Zwiebel mit etwas Kandiszucker köcheln, abkühlen lassen, den Sud auswringen durch ein Küchentuch. Schmeckt gewöhnungsbedürftig, hilft aber sehr, die Bronchien zu beruhigen. In der Zwiebel stecken antientzündliche und keimabtötende Wirkstoffe. Hin und wieder einen Teelöffel davon einnehmen.
    • Zwiebeln können auch mit Honig gekocht werden. Das ergibt einen halbwegs leckeren Sirup, der auch noch gesund ist. Auch Honig wirkt desinfizierend. Aber Achtung: Kinder unter einem Jahr dürfen keinen Honig zu sich nehmen. Gefahr des Säuglingsbotulismus (Umweltkeime aus dem Honig könnten das Kind krank machen).
    • Warme Wickel um den Brustkorb. Nachts wird ein Tuch in kochendem Wasser mit Zitronensaft oder Kamille getränkt. Das Tuch kommt um den Brustkorb, darüber ein trockenes, größeres Handtuch. Eng, aber nicht zu eng binden. Das lindert den Hustenreiz ungemein und macht die Atemwege frei.
    • Husten- und Bronchialtees, Kamillentee, Fencheltee. Tee ist im Allgemeinen ein gutes Getränk, um den gereizten Rachen zu beruhigen.
    • Zuwendung. Wer krank ist braucht jemanden, der sich um ihn kümmert.
    • Bewährte Mittel gegen Husten einsetzen. Es gibt auch Rezepte aus der Familie, „Geheimrezepte“, Tipps von der Oma und so weiter, die bei Husten helfen. Manchmal ist es auch nur der Placebo-Effekt, der hilft. Dieser sollte nicht kleingeredet werden. Wenn etwas schon mal geholfen hat, dann nutzen Sie es.

    Hilft Homöopathie gegen Husten?

    Neben diversen anderen Tipps gegen Husten kommen auch immer wieder homöopathische Mittel zum Einsatz. Wenn Sie damit bereits gute Erfahrungen gemacht haben oder gehört haben, dass dieses oder jenes Mittel anderen Menschen geholfen hat, dann greifen Sie darauf zurück. Sie werden selber merken, ob es hilft oder nicht. Die Homöopathie wird von den einen belächelt, die anderen schwören darauf. Beide Seiten haben ihre berechtigten Gründe. In der Homöopathie gibt es etliche Mittel gegen Husten.

    Schon gewusst?

    Zwiebeln mit Honig gekocht ergibt einen gesunden Sirup.
    Denn beide Zutaten wirken desinfizierend. Aber Achtung: Kinder unter einem Jahr sollten keinen Honig zu sich nehmen. Wegen der Gefahr des Säuglingsbotulismus (Umweltkeime aus dem Honig könnten das Kind krank machen).

    Hustenstiller, Hustenlöser, Hustensaft und Co.

    Natürlich können Sie auch auf bewährte Mittel aus der Apotheke zurückgreifen. Etliche davon basieren übrigens auf natürlichen, pflanzlichen Zutaten.

    Bei trockenem Reizhusten empfiehlt sich ein hustenstillendes Medikament. Eibisch und Spitzwegerich sind hierbei die Mittel der Wahl. Insbesondere nachts unterstützen diese den Schlaf, wenn sich der Hustenreiz endlich etwas beruhigt.

    Sind ihre Bronchien bereits verschleimt, wirken Efeu, Schlüsselblume und Thymian als pflanzliche Wirkstoffe.  Die pflanzlichen Arzneien gibt es meist bereits in Drogeriemärkten, da sie nicht apothekenpflichtig sind. Ebenso können Sie synthetisch hergestellte Hustenmedikamente aus der Apotheke nehmen. Pastillen und Lutschbonbons helfen den Tag über, den Rachen zu beruhigen.

    Kombinieren Sie alle hier erwähnten Möglichkeiten und finden Sie heraus, was Ihnen am besten hilft. Es spricht nichts dagegen, weiterhin auf Hausmittel zurück zu greifen, wenn bereits Hustenstiller aus der Apotheke genommen werden.

    Wann kann bei Husten nur noch der Arzt helfen?

    Aus dem Virusinfekt-ausgelöstem erkältungsbedingten Husten kann sich auch eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung entwickeln. Wenn der Husten länger als drei Wochen dauert, wenn Sie hoch fiebern, der Auswurf gelb-grün verfärbt ist, Sie Schmerzen auf der Brust haben, dann brauchen Sie die Hilfe Ihres Arztes. Wahrscheinlich handelt es sich dann bereits um eine bakterielle Infektion, die zusätzlich mit Antibiotika behandelt werden sollte.

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    Autor

    Martin Diekmann

    Facharzt für Innere Medizin - Tätigkeitsschwerpunkt: Kardiologische Erkrankungen
    Martin Diekmann

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