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    Keuchhusten in der Schwangerschaft

    Keuchhusten und Schwangerschaft hört sich zunächst schlimmer an, als es ist. Trotzdem sollte eine Infektion mit Keuchhusten in der Schwangerschaft, wenn möglich vermieden werden. In diesem Artikel erhalten Sie alle Informationen, die Sie brauchen, um sicher mit dem Thema umgehen zu können.

    Bauch einer schwangeren Frau in weißem Kleid im Hintergrund eine Blumenwiese

    Zusammenfassung

    • Die Symptome von Keuchhusten bei Schwangeren sind kaum von einer normalen Erkältung zu unterscheiden
    • Der beste Schutz ist eine Impfung
    • Die akute Infektion mit Keuchhusten kann man mit Antibiotika behandeln
    • Der Keuchhusten wirkt sich nicht auf die ungeborenen Kinder aus. Allerdings werden nach einer Impfung auch keine Antikörper an das Kind weitergegeben.
    • Starker und anhaltender Husten kann vorzeitige Wehen auslösen

    Was kann man tun, um einer Ansteckung vorzubeugen?

    Die einzig wirksame Maßnahme, um sich vor Erkrankungen wie Keuchhusten (pertussis) zu schützen, sind Impfungen. Doch auch wenn Sie sich irgendwann mal haben impfen lassen, kann es sein, dass Ihr Impfschutz nicht mehr aktiv ist. Viele Erwachsene vergessen eine Auffrischung der Impfung, die sie zu Kinderzeiten bekommen haben. Das Problematische dabei ist, dass sich der Keuchhusten bei Erwachsenen meistens nicht als solcher zu erkennen gibt. Die Symptome sind mit denen, wie sie vor allem bei kleinen Kindern auftreten, nicht zu vergleichen. Typisch wäre der stakkatoartige Husten, wobei selbst dieser nicht bei jedem Kind vorkommt.

    Symptome von Keuchhusten bei Erwachsenen

    In der Regel verläuft eine Infektion mit Keuchhusten bei Erwachsenen deutlich milder ab als bei Kindern. Man fühlt sich eher erkältet, hat Schnupfen, hinzu kommen Halsschmerzen. Der Husten ist trocken und hält sich hartnäckig. Normalerweise dauert Reizhusten zu Beginn einer Erkältung nicht länger als drei Tage. Sollten Sie also nach einer Woche immer noch unter trockenem Husten leiden, suchen Sie einen Arzt auf. Das Problem ist, dass bei Erwachsenen erst sehr spät die Infektion mit Keuchhusten festgestellt wird. In der Schwangerschaft ist das nicht anders.

    Eine Tasse Tee mit Zitrone Honig und Zwiebel

    Mittel gegen Keuchhusten

    Neben Antibiotika, gibt es auch Hausmittel, die die Beschwerden bei Keuchhusten lindern können.

    Mädchen wird gegen Keuchhusten geimpft

    Impfung gegen Keuchhusten

    Der beste Schutz gegen Keuchhusten ist eine Impfung doch wann muss man die Impfung auffrischen?

    Warum Keuchhusten bei Schwangeren ein Problem sein kann

    Zunächst klären wir die wichtigste Frage von allen: Hat der Keuchhusten Auswirkungen auf das Baby? Nein. Die Erreger übertragen sich nicht auf das ungeborene Kind. Aber sobald das Baby auf der Welt ist, kann es sich infizieren. Sollten Sie also zum Ende Ihrer Schwangerschaft unter Keuchhusten leiden, besteht die Gefahr, dass Sie ihren Säugling anstecken. Säuglinge können noch nicht gegen Pertussis geimpft werden. Und gerade für diese Kleinen kann Keuchhusten zu einer ernsten Gefahr werden. Bei ihnen äußert sich die Krankheit statt mit dem typischen Husten mit Atemaussetzern. Säuglinge, die mit Keuchhusten angesteckt wurden, müssen häufig im Krankenhaus intensivmedizinisch überwacht werden.

    Aber ist das Kind noch nicht auf der Welt und die Geburt dauert noch ein paar Wochen, kann dem Kind nichts geschehen. Allerdings kann diese Krankheit eine enorme Belastung für die Schwangere sein. Sollten Sie unter sehr starkem Husten leiden, kann dies die Wehen verfrüht auslösen.

    Keuchhusten kann unbehandelt auch für Erwachsene gefährlich werden. Es kann sich eine Lungenentzündung entwickeln, die in jedem Fall riskant ist. Auch wenn der Verlauf bei Erwachsenen harmloser als bei Kindern ist, darf Keuchhusten nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

    Keuchhusten kann unbehandelt auch für Erwachsene gefährlich werden. Es kann sich eine Lungenentzündung entwickeln, die in jedem Fall riskant ist. Auch wenn der Verlauf bei Erwachsenen harmloser als bei Kindern ist, darf Keuchhusten nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

    Wie wird Keuchhusten in der Schwangerschaft behandelt?

    Schwangere Frau beim Arzt

    Bekommen Sie während der Schwangerschaft Keuchhusten sollten Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen.

    Sollte bei der werdenden Mutter eine solche Infektion festgestellt worden sein, wird diese mit Antibiotika behandelt. Diese Medikamente können in der Schwangerschaft eingenommen werden und wirken sich ebenfalls nicht auf die ungeborenen Kinder aus. Prophylaktisch können Sie, falls Sie das bisher vergessen haben, sich in der Schwangerschaft gegen Keuchhusten impfen lassen. Diese Impfung ist möglich, andere Impfungen wie jene gegen Masern, Röteln, Mumps und Windpocken sind hingegen nicht erlaubt.

    Bei manchen Impfungen werden die Antikörper an das noch ungeborene Kind übertragen. Bei der Pertussis-Impfung ist das nicht der Fall. Darum auch die große Gefahr, dass sich das Kind gleich nach der Geburt bei Ihnen ansteckt.

    Wie lange sollten Schwangere mit Keuchhusten zuhause bleiben?

    Keuchhusten ist besonders in den ersten drei Wochen hoch ansteckend. Gerade in der Phase, in der die Symptome so unspezifisch sind. Darum ist die Gefahr hoch, dass die Krankheitserreger großflächig in der Bevölkerung verbreitet werden. Sollte bei Ihnen jedoch die Diagnose Keuchhusten festgestellt worden sein, werden Sie mit Antibiotika behandelt. Nach etwa 5 Tagen sind erkrankte Frauen nicht mehr ansteckend. In dieser Zeit sollten Sie natürlich zuhause bleiben und auch den Kontakt mit anderen Kindern meiden. In der Praxis ist dies in Familien kaum durchführbar. Darum wird bei einer Infektion der schwangeren Mutter meist gleich die ganze Familie mitbehandelt und daheimbleiben muss. Es sei denn, es besteht ein Schutz gegen Keuchhusten.

    Schon gewusst?

    Der Keuchhusten ist für das ungeborene Kind ungefährlich. Ein Säugling kann sich allerdings mit Keuchhusten anstecken, was sehr gefährlich werden kann.

    Wann sollten Schwangere mit Keuchhusten zum Arzt?

    In der Regel ist es nach Beginn der Antibiotikatherapie nicht mehr nötig, zum Arzt zu gehen. Die Symptome können sich allerdings noch eine Weile halten. Ihre Frauenärztin sollten Schwangere ohnehin regelmäßig aufsuchen. Am besten halten Sie Rücksprache mit dieser, wenn Sie Kontakt mit einer Keuchhusten-Infektion gehabt haben.
    Im Vorfeld, wenn noch nicht klar ist, dass Sie an Keuchhusten erkrankt sind, sollten Sie allgemeine Regeln zum Umgang mit Husten beachten:

    • Wie erwähnt dauert ein trockener Husten bei einer Erkältung meistens nur drei Tage. Danach sollte es produktiv werden, also Schleim wird produziert. Wenn sich nach spätestens einer Woche der Husten noch immer trocken anhört und sehr anstrengend ist, gehen Sie bitte zum Arzt.
    • Wie bei allen Infektionen der Atemwege sollten Sie die Symptome genau im Auge behalten. Wenn der Husten immer stärker wird, Sie nachts nicht mehr zur Ruhe kommen lässt, dann gehen Sie zu Ihrem Arzt.
    • Bei Auftreten von Fieber und starker Erschöpfung
    • Wenn durch den Husten eine vermehrte Wehentätigkeit auftritt, gehen Sie zu Ihrer Frauenärztin

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