COPD – Chronisch obstruktive Lungenerkrankung

    Die COPD ist eine der häufigsten Lungenerkrankungen in unserer Gesellschaft und beeinträchtigt das Leben der Betroffenen zum Teil erheblich. In unserem Artikel klären wir Sie darüber auf, was COPD eigentlich bedeutet, was eine Bronchitis damit zu tun hat und was man dagegen tun kann.

    Junger Mann mit Zigarette in der Hand hustet

    Das Wichtigste auf einen Blick

    • Rund 90% der Menschen, die an einer COPD erkranken, waren oder sind Raucher.
    • Bei der COPD handelt es sich meist um eine chronische obstruktive Bronchitis.
    • Obstruktion bedeutet Verengung.
    • Rauchen beschleunigt den Krankheitsverlauf deutlich.
    • Eine ausreichende Trinkmenge oder Brustwickel sind bewährte Hausmittel zur Lockerung des Sekrets.
    • Stellen Sie den Kontakt zu Atemtherapeuten her. Ihr Lungenfacharzt wird Sie dahingehend beraten.
    • COPD ist nicht ansteckend.
    • Bleiben Sie im engen Kontakt mit Ihrem Arzt, schieben Sie Termine nicht auf die lange Bank.

    Was ist COPD

    COPD ist die Abkürzung für chronic obstructive pulmonary disease, also chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Eigentlich ist COPD ein Sammelbegriff für die chronisch obstruktive Bronchitis und das (obstruktive) Lungenemphysem. Die Gemeinsamkeiten bestehen darin, als dass es sich in beiden Fällen um eine chronische Entzündung und eine Verengung (Obstruktion) der Atemwege handelt. Der Hauptrisikofaktor, um von dieser Erkrankung betroffen zu werden, ist das Rauchen. Mit einer Häufigkeit von bis zu 15% zählt die COPD zu den Volkskrankheiten.

    Woran erkennt man eine COPD

    Die COPD äußert sich anfangs als einfach chronische Bronchitis in Form des Raucherhustens. Dabei wird weißer Schleim hochgehustet. Allerdings kann sich diese einfache Bronchitis in eine chronisch obstruktive Bronchitis wandeln. Der Auswurf ist nun sehr zäh, nach und nach kommt es zu Atemnot. Diese Atemnot lässt sich durch Inhalatoren wie beim Asthma nur wenig beeinflussen. Zu einem späteren Stadium der Erkrankung, ist die dauerhafte Gabe von Sauerstoff in vielen Fällen nötig.

    Allerdings ist der Raucherhusten ein Symptom, das nebenbei wahrgenommen aber nicht weiter ernst genommen wird. Es kann sein, dass Sie jahrelang keine weiteren Beschwerden haben. Doch später kommt es immer häufiger dazu, dass Betroffene unter Kurzatmigkeit bei Belastung (Belastungsdyspnoe) leiden. Infektionen der Atemwege häufen sich und nehmen im Schweregrad kontinuierlich zu. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es neben der zum Teil schweren Atemnot aufgrund von Sauerstoffmangel zu einer Rechtsherzinsuffizienz.

    Symptome einer Rechtsherzinsuffizienz

    • plötzliche Gewichtszunahme von einem halben Kilo pro Tag und mehr als zwei Kilo pro Woche
    • gestaute Blutgefäße am Hals
    • geschwollene Beine und Füße
    • Häufiges Wasserlassen
    • Appetitlosigkeit
    • Flaches Liegen im Bett ist nicht mehr möglich
    Holztablett mit Heißer Zitrone, Honig und Tabletten

    Mittel gegen Bronchitis

    Welche Mittel helfen bei einer Bronchitis? Welche Maßnahmen kann man zu Vorbeugung durchführen, dass erfahren Sie hier.

    Mann liegt im Bett und hustet in die Hand. Auf dem Nachttisch eine Flasche Hustensaft

    Dauer einer Bronchitis

    Wann ist die Erkrankung chronisch? Erfahren Sie in diesem Artikel das Wichtigste zur Dauer der Bronchitis.

    Was kann man gegen COPD machen?

    Die COPD bzw. die chronische Bronchitis lässt sich nicht heilen. Die Schäden in der Lunge sich kaum reversibel, also rückgängig zu machen. Hier werden die Symptome behandelt. Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass die Atmung der Patienten ökonomisch gewährleistet ist, Atemnot gelindert wird und das Sekret gelöst und leichter abgehustet werden kann.

    • Die Hauptmaßnahme, die dazu beiträgt, dass sich die COPD weniger schnell verschlimmert, ist der absolute Verzicht auf das Rauchen. Die Erkrankung wird schon durch den Teufelskreis (s. Info) immer schlimmer, aber mit dem Rauchen beschleunigen Sie die Verschlechterung der COPD (und aller Erkrankungen der Lunge) deutlich.
    • Führen Sie Atemübungen und Atemgymnastik durch. Ihr Pneumologe wird Ihnen dahingehend beratend zur Seite stehen.
    • Die Atmung können Sie erleichtern, indem Sie sich in atemerleichternde Positionen begeben, wie zum Beispiel den Kutschersitz
    • Auch hier gilt wie bei jedem anderen Husten: Viel trinken! Die Flüssigkeit hilft, das zähe Sekret zu verflüssigen. Dadurch kann es leichter abgehustet werden.
    • Einreibungen der Brust, Brustwickel oder eine sogenannte Vibrationsbehandlung fördern die Lösung des Schleims.
    • Befeuchten Sie vor allem nachts die Atemluft
    • Nutzen Sie bei Atemnot verschiedene Atemtechniken wie die dosierte Lippenbremse
    • Wenn Sie unter einer COPD leiden, dann meiden Sie Umgebungen mit trockener oder schadstoffbelasteter Luft, Kälte, Nebel und Passivrauchen.
    • Übergewicht verschlechtert durch die eingeschränkte Beweglichkeit die Symptome. Aber auch Untergewicht, was bei COPD häufig vorkommt. Ein gesundes Mittelmaß ist hilfreich.
    • Blähende Speisen beeinträchtigen die Atmung zusätzlich

    Nicht jede Therapie, die das Atmen erleichtern kann, ist für jeden geeignet. Die Vibrationsbehandlung zum Beispiel eignet sich nicht bei Osteoporose. Wenn Sie unter einer Herzinsuffizienz leiden, ist eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr gefährlich und muss in Absprache mit dem Arzt dosiert sein.

    Die chronische obstruktive Bronchitis unterliegt einem Teufelskreis, wodurch die Erkrankung immer schlimmer wird. Es beginnt mit der chronischen Bronchitis, bei der die Lunge mit viel zähem Schleim belegt ist. Das Sekret kann nicht adäquat abgehustet werden und bleibt zum Großteil in den Bronchien zurück. Der Schleim bildet einen perfekten Nährboden für Bakterien und fördert das Wachstum. Es kommt zu häufigen Infektionen und einer Verschlimmerung der Symptome. Damit beginnt es wieder von vorne, dass viel zäher Schleim entsteht, der nicht abgehustet werden kann, Bakterien bilden sich, Infekte brechen aus und so weiter.

    Die chronische obstruktive Bronchitis unterliegt einem Teufelskreis, wodurch die Erkrankung immer schlimmer wird. Es beginnt mit der chronischen Bronchitis, bei der die Lunge mit viel zähem Schleim belegt ist. Das Sekret kann nicht adäquat abgehustet werden und bleibt zum Großteil in den Bronchien zurück. Der Schleim bildet einen perfekten Nährboden für Bakterien und fördert das Wachstum. Es kommt zu häufigen Infektionen und einer Verschlimmerung der Symptome. Damit beginnt es wieder von vorne, dass viel zäher Schleim entsteht, der nicht abgehustet werden kann, Bakterien bilden sich, Infekte brechen aus und so weiter.

    Medikamente bei COPD

    90% der an COPD erkrankten Menschen haben geraucht.

    Medikamente gegen COPD verschreibt Ihnen Ihr Arzt. Diverse Mittel helfen von innen her, die Bronchien zu erweitern und das Sekret zu lösen. Inhalatoren sind das gängigste Mittel, wenn es sich um eine akute Atemnot handelt.

    Ist COPD ansteckend?

    Bei der COPD handelt es sich nicht um eine Infektionskrankheit. Weder Viren noch Bakterien sind dafür verantwortlich, sondern allein der betroffene Mensch und seine Lebensweise. Allerdings kommt es im Rahmen einer COPD häufig zu Infekten. Dann besteht natürlich die Gefahr, dass Erreger Ihnen mehr zusetzen als Gesunden. Aber Sie werden nicht durch eine Infektion an einer COPD erkranken.

    Wann sollte man mit einer COPD zum Arzt gehen?

    Wenn bei Ihnen bereits die Diagnose COPD gestellt wurde, werden sie ohnehin in fachärztlicher Behandlung sei. Sie sollten die regelmäßigen Termine mit Ihrem Lungenfacharzt aber nicht schleifen lassen. Immerhin kann der Krankheitsverlauf mit entsprechendem Verhalten deutlich hinausgezögert werden. Dafür ist es wichtig, dass Ihr Arzt regelmäßig nach ihrer Lungenfunktion schaut und Ihnen Tipps und Informationen zur Pflege geben kann.

    Wenn Sie glauben, dass Sie eine COPD haben, dann gehen Sie zum Arzt. Gerade als Raucher/in sollten Sie hellhörig werden, wenn sich Ihr Raucherhusten verschlimmert. Rund jeder zweite über 40 leidet unter einer chronischen Bronchitis. Rund 90% der Patienten, die an einer COPD leiden, waren oder sind Raucher. Wenn sich also Ihr Husten verschlimmert und Sie immer mehr beeinträchtigt, dann gehen Sie bitte zum Arzt. Eine COPD ist eine ernstzunehmende und sehr schwere Erkrankung, die häufig zum Tod durch schwere Infektionen oder Folgeerkrankungen, insbesondere eine Überlastung der rechten Herzhälfte, meist mit erhöhtem Druck im Lungenkreislauf (Rechtsherzinsuffizienz, pulmonale Hypertonie) führt. Diesem schlimmen Prozess kann man aber etwas entgegenwirken, wenn man auf sich achtet und die Vorzeichen früh genug erkennt.

    Sie leiden bereits unter einer COPD und plötzlich schwellen Ihre Beine an? Dann ist das ein sicheres Zeichen, zum Arzt zu gehen. Ihr Herz könnte bereits beeinträchtigt sein.

    Schon gewusst?

    Kinder können nicht an einer COPD erkranken. Wenn sich ähnliche Symptome bei ihnen auftun, kann es sich um Asthma zum Beispiel im Rahmen einer Allergie handeln.

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    Autor

    Dr. Wolfgang Randelshofer

    Pneumologie und Schlafmedizin - 34 Jahre Berufserfahrung
    Dr. Wolfgang Randelshofer

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