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    Geeignete Medikamente bei Bronchitis

    Trockener Reizhusten, Kratzen im Hals oder verschleimter Husten sind die Begleitsymptome bei einer Bronchitis-Erkrankung. Eine der üblichen Vorgehensweisen ist es, passende Medikamente gegen die Bronchitis einzunehmen, um die Symptome wirksam zu lindern. Ab wann man bei einer Bronchitis Medikamente nehmen sollte und welche wirksamen Alternativen es zu einer Medikamenten-Einnahme gibt – das und einiges mehr erfahren Sie in diesem Artikel.

    Apotheker nimmt ein Medikament aus dem Regal

    Das Wichtigste auf einen Blick

    • Bei einer akuten Bronchitis kommen andere Medikamente in Einsatz als bei einer chronischen Bronchitis.
    • Es gibt verschreibungspflichtige und rezeptfreie Medikamente bei Bronchitis.
    • Hustenstiller, Hustenlöser und entzündungshemmende Arzneien sind die am häufigsten eingesetzten Mittel.

    Eine wirksame Symptomlinderung steht bei einer Bronchitis-Behandlung immer im Mittelpunkt. Dabei können Medikamente eingesetzt werden, bestimmte Heilanwendungen oder auch Hausmittel. Ebenfalls gilt es, bestimmte Reizstoffe (wie schädlicher Zigarettenrauch) bewusst zu vermeiden.

    Was sind Medikamente eigentlich genau?

    Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe Arzneimittel, Medikament oder Heilmittel oft ähnlich gebraucht. Tatsächlich ist ein Arzneimittel und ein Medikament gleichbedeutend. Medikament stammt aus dem lateinischen medicamentum, also Heilmittel oder Stoff bzw. Stoffzusammensetzung, welches zur Heilung menschlicher (und auch tierischer) Krankheiten bestimmt ist. Eine Behandlung mit einem Medikament wird in der Fachsprache als Medikation bezeichnet.

    Zum Zwecke der Heilung und Krankheitsverhütung kommen Medikamente zum Einsatz, die allerdings keine Heilwirkung garantieren. Heilmittel umfassen noch andere medizinisch wirksame Maßnahmen wie Wasseranwendungen oder Massagen, also nichtstoffliche Behandlungsformen. Bei Medikamenten oder Arzneimitteln ist noch zu unterscheiden in rezeptpflichtige und rezeptfreie Medikamente. Bestimmte Arzneimittel (wie Antibiotika) können nur über ein ärztliches Rezept verschrieben werden, rezeptfreie und frei verkäufliche Medikamente kann jeder dagegen in einer Apotheke selbst erwerben.

    Grundsätzlich gibt es eine unterschiedliche Basis für Medikamente, rein pflanzliche oder aus Pflanzen gewonnene Wirkstoffe oder chemisch-pharmazeutisch hergestellte Bestandteile.

    Junge Frau hustet am Schreibtisch

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    Mann nimmt einen Löffel Hustensaft zu sich

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    Welche Medikamente helfen bei akuter Bronchitis?

    Von einer akuten Bronchitis spricht man, wenn sie weniger als drei Wochen lang vorhanden ist. Bei einer akuten Bronchitis sind meistens Erkältungsviren die Krankheits-Ursache für die entzündlichen Prozesse in den Bronchien. Bei einer akuten Bronchitis steht die Behandlung der aufgetretenen Symptome im Vordergrund.

    Zu Beginn einer akuten Bronchitis kommt es vor allem zu Reizhusten. Dieser trockene Husten ist lästig, aber noch unproduktiv. Später kann dieser Husten in einen verschleimten, produktiven Husten übergehen. Zum Husten kommen noch andere Erkältungssymptome wie Schnupfen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit hinzu.

    Als Medikamente gegen diese Krankheitserscheinungen kommen folgende Mittel zur Auswahl:

    • Hustenstiller, sogenannte Antitussiva
    • Schleimlösende und entzündungshemmende Mittel
    • Antibiotika bei einer bakteriellen Ursache der Bronchitis

    Die in schleimlösenden Medikamenten wirksamen Schleimlöser bewirken eine „Sekretolyse“, eine Normalisierung von entzündlich verändertem Sekret.
    Es gibt einige heilsame Kräuterextrakte, die sehr gut wirken die Symptome einer Bronchitis therapieren können. Sie werden oft in solchen Medikamenten mitverarbeitet. Sie kommen ebenfalls in Form von bewährten Hausmitteln in Einsatz, die die Betroffenen leicht selbst anwenden können.

    • Inhalationen helfen, den festsitzenden Schleim zu befeuchten und zu verflüssigen, als Inhalationszusätze eignen sich Meersalz oder ätherische Öle
    • Hustentees mit Thymian, Salbei oder Spitzwegerich helfen bei der Schleimlösung
    • Brustwickel mit feucht-warmen Zusätzen wirken durch ihre Wärme durchblutend und stimulierend auf das Lungengewebe.
    • Honig ist ein hervorragender Hustenstiller.
    • Einreibungen auf der Brust mit Salben

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    Warum husten wir bei einer Bronchitis?

    Die Funktion der feinverzweigten Bronchien ist das Filtern der eingeatmeten Luft von Schmutzpartikeln und Krankheitserregern. Das können Rauchpartikel oder Erkältungsviren sein. Bei einer Bronchitis reagieren die empfindlichen Schleimhäute in den Bronchien auf die Krankheitserreger mit einer verstärkten Schleimproduktion. Mit Husten will der Körper diesen Schleim mit den eingeschlossenen Fremdkörpern wieder herausbefördern.

    Warum husten wir bei einer Bronchitis?

    Die Funktion der feinverzweigten Bronchien ist das Filtern der eingeatmeten Luft von Schmutzpartikeln und Krankheitserregern. Das können Rauchpartikel oder Erkältungsviren sein. Bei einer Bronchitis reagieren die empfindlichen Schleimhäute in den Bronchien auf die Krankheitserreger mit einer verstärkten Schleimproduktion. Mit Husten will der Körper diesen Schleim mit den eingeschlossenen Fremdkörpern wieder herausbefördern.

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    Medikamente bei chronischer Bronchitis

    Junger Mann mit Zigarette in der Hand hustet

    Eine chronische Bronchitis kann durch Rauchen entstehen

    Eine chronische Bronchitis entsteht meist im Zusammenhang mit Rauchen. Allerdings kann auch eine nicht abgeheilte akute Bronchitis die Ursache ihrer Entstehung sein. Von einer chronischen Bronchitis spricht man, wenn die Symptome mehr als drei Monate lang innerhalb zwei Jahren bestanden haben.

    Hier ist vor allem ein stark verschleimter, produktiver Husten, eventuell mit schleimig-weißlichem Auswurf vorhanden. Die andauernde Entzündung der Bronchien ruft dann einen gelblich-eitrigen Auswurf hervor. Das Atmen fällt immer schwerer und auch die Leistungsfähigkeit sinkt.

    Je nach Symptomatik und Schweregrad der Erkrankung kommen folgende Medikament zum Einsatz:

    • Schleim- und hustenstillende Medikamente, die Cineol, Acetycystein oder Ambroxol enthalten. Auch Präparate mit Thymian, Myrtol oder Eukalyptus können helfen.
    • Antibiotika werden verabreicht, wenn es sich um einen bakteriellen Infekt mit eitrigem Auswurf handelt.
    • Hustenblocker (u.a. mit dem Wirkstoff Codein)
    • Kortisonhaltige Arzneimittel bewirken eine Abschwellung der Entzündung und hemmen die Entzündungsprozesse in den Bronchien und den oberen Atemwegen

    Ist starkes und langandauerndes Rauchen der Auslöser für eine chronische Bronchitis, ist eine entscheidende Maßnahme, sofort mit dem Rauchen aufzuhören.

    Schon gewusst?

    Bronchitis zählt zu den häufigsten Atemwegserkrankungen in Deutschland. In die Bronchien eingedrungene Krankheitserreger verursachen dabei entzündliche Prozesse an den empfindlichen Schleimhäuten in der Lunge.

    Wirksame Alternativen zu Medikamenten

    In den meisten Fällen haben bei einer normal verlaufenden Bronchitis auch Hausmittel wie Hustentees, Inhalationen, Einreibungen oder pflanzliche Hustensäfte (auch ein hausgemachter Zwiebel-Honigsirup wirkt hier Wunder) ihre wohltuende Wirkung.

    Mit Atemtherapiegeräten können Patienten gerade bei einer zähen Bronchialverschleimung gute Erfolge erzielen. Ein solches Gerät kann physikalische Druckschwankungen erzeugen, die auf die Bronchien übertragen werden. Dort können sie das Bronchialsekret mobilisieren und erleichtern so das Abhusten.

    Auch sollten betroffene Patienten auf eine saubere, gut gelüftete Umgebung sowie auf gut befeuchtetes Raumklima achten.

    Ab wann sollten Sie bei einer Bronchitis zum Arzt gehen?

    Handelt es sich um eine schwere Infektion mit Symptomen, die mehr als zwei Wochen andauern, eitrigen Auswurf erzeugen und von Fieber begleitet sind, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen. Er wird die Krankheitsursache feststellen und auch verschreibungspflichtige Medikamente oder Hustenstiller oder – blocker verordnen. Handelt es sich um eine bakterielle Infektion, kann ein Antibiotikum eingesetzt werden.

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    Autor

    Martin Diekmann

    Facharzt für Innere Medizin - Tätigkeitsschwerpunkt: Kardiologische Erkrankungen
    Martin Diekmann

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