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    Welche Hustenarten gibt es?

    Husten, das Leitsymptom so vieler Erkrankungen, ist mehr, als er auf den ersten Blick wirkt. Denn Husten ist nicht gleich Husten und hat oft verschiedene Gründe, Verläufe und Strategien zur Behandlung. Wir widmen uns zunächst dem Husten, den die Erkältung mit sich bringt.

    Junge Frau mit Allergie hustet in Taschentuch

    Das Wichtigste auf einen Blick

    • Welche Hustenarten gibt es?
    • Behandlung von allen Hustenarten
    • Wann muss ich mit meinem Husten zum Arzt gehen?
    • Spezielle Hustenarten

    Reizhusten

    Reizhusten wird auch unproduktiver oder trockener Husten genannt. Unproduktiv deshalb, weil kein Schleim gefördert wird. Der Rachen ist gereizt durch die aufkommende Erkältung. Viren haben sich in den oberen Atemwegen breit gemacht und trocknen die Schleimhäute aus. Instinktiv reagiert der Körper mit einem Hustenreflex. Allerdings macht er es dadurch nur noch schlimmer. Dagegen wehren können wir uns jedoch nicht. Die Behandlung von Reizhusten beschränkt sich im Falle einer Erkältung auf Hustenlinderung durch hustenstillende Tees, Salben, Homöopathika oder MedikamenteHusten- und Bronchialtee verschafft Linderung, aber auch warme Milch mit Honig. Fenchelhonig wäre die allerbeste Wahl. Es gibt einige Hausmittel, die Linderung verschaffen.

    Produktiver Husten

    Nach dem Reizhusten kommt der produktive Husten. Sie erkennen ihn an einer der Bildung von Schleim in den Bronchien. Der Auswurf beim Abhusten ist weiß-gelb und deutet auf eine normale Hustenart hin. Zum Arzt gehen sollten sie nur, wenn sich der Schleim zunehmend grün verfärbt und das allgemeine Krankheitsgefühl zunimmt. Dann könnte es sein, dass sich zusätzlich zu den Viren Bakterien angesiedelt haben. Zur Behandlung von produktivem Husten gibt es zahlreiche Tipps. Unter anderem können Sie tagsüber das Lösen des festsitzenden Schleims fördern. Mit Tees, warmen Wickeln, hustenlösenden Medikamenten, Abklopfen des Rückens (fünf mal täglich von unten nach oben während des Hustens).

    Akuter Husten

    Als akut wird Husten bezeichnet, der bis zu drei Wochen anhält wie bei einer Erkältung. Husten kann auch ausgesprochen akut sein, wenn man sich verschluckt, das dürfte jeder kennen. Oder wenn er plötzlich auftritt. Grund dafür kann zum Beispiel ein Krupphusten in der Nacht bei Kindern sein oder einepsychische Komponente wie Angst oder Stress. Aber auch Medikamente wie manche ACE-Hemmer bei Herzerkrankungen haben das trockene Husten als Nebenwirkung. Hier gilt es, das Präparat zu wechseln. Natürlich nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt und nicht in Eigenregie. Ansonsten richtet sich die Behandlung von akutem Husten sehr nach der aktuellen und konkreten Ursache. Beim Verschlucken gilt es natürlich, den Fremdkörper zu entfernen, was in der Regel sofort geschieht. Auch danach neigt man noch einige Minuten lang zum Husten.

    Frau hustet im Freien in die Faust

    Husten Ursache

    Wie entsteht Husten? Ob durch eine Erkältung oder einen anderen Infekt, Rauchen, eine Allergie oder Asthma. Ursachen für Husten gibt es viele.

    Junge Frau hustet am Schreibtisch

    Produktiver Husten

    Produktiver Husten kann sehr lästig sein, sollte aber auf jeden Fall ernst genommen werden. Alles über Ursachen, Dauer und Mittel gegen Husten bei dem Schleim produziert wird.

    Subakuter Husten

    Zwischen dem akuten und dem chronischen Husten liegt der subakute Husten. Dieser dauert länger als drei Wochen und kann sich bis zu acht Wochen halten. Je nachdem, wie gut man seine Atemwege pflegt, kann sich der Krankheitsverlauf verkürzen oder in die Länge ziehen. Rauchen führt dazu, dass sich die Bronchien deutlich langsamer von einer Infektion regenerieren. Aber auch bei einer schweren Bronchitis kann es länger dauern, bis sich die Lunge erholt hat.

    Chronischer Husten

    Als chronisch wird Husten bezeichnet, der länger als sechs oder acht Wochen anhält. Bei einer normalen Erkältung dürfte dies nicht der Fall sein. Wenn es doch so ist, liegt dem Husten vielleicht eine andere Ursache zugrunde. Asthma, eine chronische Lungenerkrankung wie COPD, Raucherhusten oder Keuchhusten können die Gründe sein. Auch Lungenkrebs oder eine Herzerkrankung müssen in Betracht gezogen werden. Sollte der Husten so lange anhalten, müssen Sie ihren Arzt aufsuchen und sich von ihm im speziellen Fall beraten lassen.

    Jede Hustenart erfordern eine andere Behandlung. Allgemein gibt es aber Mittel, die bei jedem Husten helfen können. Ausnahmen bilden Hustenformen, die als Begleitsymptom einer schwereren Erkrankung daherkommen.

    Jede Hustenart erfordern eine andere Behandlung. Allgemein gibt es aber Mittel, die bei jedem Husten helfen können. Ausnahmen bilden Hustenformen, die als Begleitsymptom einer schwereren Erkrankung daherkommen.

    Behandlung von allen Hustenarten

    Junger Mann mit Schal hustet in seine Faust

    Gegen Akuten Husten helfen Mittel aus der Apotheke aber auch eine Vielzahl an Hausmittel.

    Verschiedene Hustenarten erfordern verschiedene Behandlungen. Allgemein gibt es aber Tipps, die bei jedem Husten helfen können. Ausnahmen bilden Hustenformen, die als Begleitsymptom einer schwereren Erkrankung daherkommen. Ansonsten können Sie sich folgendes merken:

    • Antitussiva lindern Reizhusten unabhängig von der Ursache. Sie können ab
    • Flüssigkeit ist immens wichtig und unterstützt den Heilungsprozess. Trinken Sie ausreichend.
    • Trockene Luft sollte gemieden werden. Sorgen Sie für ein feuchteres Raumklima.
    • Stillen Sie trockenen Reizhusten zur Nacht, lösen sie produktiven Husten tagsüber.
    • Rauchen Sie nicht oder deutlich weniger.
    • Das Inhalieren mit Kochsalz oder Kamille hilft, die Bronchien zu befreien und das gereizte Gewebe zu beruhigen.
    • Beobachten Sie sich auf anderweitige Krankheitssymptome sowie Auswurf.

    Wann muss ich mit meinem Husten zum Arzt gehen?

    Spezielle Arten von Husten außen vor gelassen, gibt es ein paar Dinge, die sie dazu veranlassen sollten, den Arzt aufzusuchen:

    • Der Husten klingt bellend (Krupphusten, wie ihn Kinder häufig haben oder Keuchhusten können die Ursache sein)
    • Sie bekommen hohes Fieber (länger als 48 Stunden in Kombination mit Kopfschmerzen, Durchfall, eitrigem Auswurf oder Schmerzen beim Wasserlassen)
    • Starke Schmerzen in der Brust
    • Atemnot
    • blutiger Auswurf
    • eitriger Auswurf
    • kompletter Verlust der Stimme

    Schon gewusst?

    Krampfmildernde Tees oder Mittel aus der Apotheke, wie Eibisch oder Fenchel haben eine sehr gute Wirkung gegen den Hustenreiz. Flüssigkeit ist immens wichtig und unterstützt den Heilungsprozess. Trinken Sie ausreichend.

    Spezielle Hustenarten

    Manche Hustenarten haben ihre Ursachen in einer anderen körperlichen Erkrankung. Wir führen zwei dieser Krankheiten exemplarisch auf. Alle anderen Erkrankungen wie zum Beispiel Tuberkulose haben ähnliche unspezifische Symptome, die nicht direkt darauf schließen lassen, dass es sich um etwas Ernstes handelt.

    Asthmatischer Husten

    Eine Überreaktion des Immunsystems. Der Körper versucht, in der Regel harmlose Stoffe aus der Lunge herauszubekommen. Die Hustenanfälle kommen plötzlich und sind sehr stark. Es ist ein trockener, bellender Husten, der zu Atemnot führen kann. Asthmatiker tragen normalerweise Dosieraerosole bei sich, sprich Asthmasprays, mit denen sie diesen Hustenattacken entgegenwirken können. Neben dem klassischen asthma bronchiale kann auch eine Allergie die Ursache sein.

    Husten bei Lungenkrebs

    Leider tritt der Husten als Symptom bei Lungenkrebs erst auf, wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Zudem lässt er sich kaum unterscheiden von verschlepptem Husten. Er hält länger als drei Wochen an, man fühlt sich schlapp und niedergeschlagen, kränklich, hat leichte Schmerzen auf der Brust, Heiserkeit und Halsschmerzen. Also sehr ähnlich zu einem grippalen Infekt. Allerdings treten bei Lungenkarzinomen unter Umständen auch unklare, immer wiederkehrende Fieberschübe auf, eine Schwellung der Lymphknoten im Halsbereich, Atemnot und Knochenschmerzen. Ein wichtiges Indiz für eine mögliche Krebserkrankung ist in jedem Fall eine ungewöhnliche und anhaltende Gewichstabnahme. All das ist eher zu viel für einen einfachen Infekt. Diese Symptome treten allerdings nicht zwangsläufig auf.

    Husten bei Stress oder psychischer Belastung

    Psychosomatisch bedingter Husten sollte nicht außer Acht gelassen werden. Einige psychiatrische Erkrankungen gehen mit stressbedingtem Husten einher. Es gibt Menschen, die unter einer schizophrenen Psychose leiden und versuchen, imperative Stimmen durch Husten zu besänftigen. Das klingt ungewöhnlich und abstrakt, ist auch eher die Ausnahme. Meistens ist es so, dass Menschen zu husten beginnen, wenn sie sich in einer unangenehmen Situation befinden. Das vegetative Nervensystem reagiert mit einem Fluchtreflex, dem wir aber nicht immer nachgehen können. Die Anspannung wird nun versucht, mittels Husten abzubauen. Kommt dies länger vor und ist sehr störend, zum Beispiel in einer Besprechung oder im Theater, sollte man sich die Beine vertreten, um körperlich aktiv dagegen anzugehen.

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