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    Keuchhusten Hausmittel und ihre Verwendung

    Keuchhusten tritt zwar aufgrund des normalerweise flächendeckenden Impfschutzes bei uns nur selten auf, aber hat es einen erwischt, zehrt diese Krankheit an den Kräften. Durch eine Impfung kann diesem Krankheitsverlauf vorgebeugt werden. Doch viele vergessen, diese nach ein paar Jahren aufzufrischen. Gerade für Kinder sind infizierte Erwachsene gefährlich. Hat man die Symptome richtig erkannt, gibt es ein paar Hausmittel gegen Keuchhusten, die dabei helfen, diese langwierige Krankheit besser zu überstehen.

    Krankes Mädchen liegt im Bett und hustet

    Das Wichtigste auf einen Blick

    • Keuchhusten verläuft in drei Stadien
    • In der ersten Phase von Keuchhusten ist die Krankheit nicht zu erkennen
    • Typischer weise wird Keuchhusten mit Antibiotika behandelt
    • Grundsätzlich sollte viel getrunken werden
    • Ein feuchtes Raumklima hilft besonders in der Nacht
    • Inhalieren ist besonders gut gegen Keuchhusten
    • Für Säuglinge und kleine Kinder kann Keuchhusten lebensbedrohlich sein

    Welche Hausmittel helfen gegen Keuchhusten?

    Da der Keuchhusten in drei Stadien verläuft, ist im ersten Stadium nicht zu erkennen, dass es sich um Keuchhusten (pertussis) handelt. Wir fühlen uns krank wie bei einer aufkommenden Grippe. Entsprechend verläuft auch die Behandlung. Symptomatisch werden Husten, Schnupfen, leichtes Fieber und Halsschmerzen behandelt. Doch diese Phase dauert bis zu drei Wochen und dann geht es erst so richtig los mit dem stakkatoartigen Keuchhusten. Bei Erwachsenen hält sich manchmal leider ganz im Gegensatz zu den Kindern ein unklarer, lange anhaltender trockener Husten.

    Spätestens jetzt sollten Sie zum Arzt gehen und nicht davon ausgehen, dass die harmlos scheinende Infektion halt ein bisschen länger dauert. Der Arzt wird Ihnen oder Ihrem Kind Antibiotika verschreiben, denn Keuchhusten wird durch das Bakterium bordetella pertussis ausgelöst, nicht durch Viren. Dieses Medikament sollten Sie in jedem Fall in Anspruch nehmen. Trotzdem dauert es noch rund zwei Wochen, bis das Antibiotikum richtig wirkt. Und bis dahin quälen Sie sich mit den Symptomen von Keuchhusten.

    Ärztin hört eine hustende Patientin ab

    Ist Keuchhusten ansteckend?

    Wie ansteckend diese Krankheit ist, wie lange die Inkubationszeit ist und was man tun kann, um das Leiden zu Lindern, erfahren Sie hier

    Junge Frau mit Keuchhusten liegt im Bett

    Ursache für Keuchhusten

    Zum Thema Keuchhusten finden Sie weitere und detailliertere Tipps und Information über die Ursachen von Keuchhusten.

    Mit diesen Hausmitteln können Sie die Symptome lindern

    • Grundsätzlich sollten Sie viel trinken. Greifen Sie ruhig auf hustenstillende Tees zurück, ganz so, als würden Sie einen gewöhnlichen Reizhusten behandeln. Eine Zwiebel zerkleinert und mit Honig oder Zucker kochend eingedickt ergibt einen prima Hustensirup, der sich als Hausmittel bewährt hat. Sie können auch einen Sud aus den Kräutern Fenchel, Thymian, Huflattich und Spitzwegerich kochen. Mischen Sie sich zu aus allen Kräutern zu gleichen Teilen eine Mixtur. Zwei Teelöffel davon mit kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen, und schon haben Sie ein gutes Hausmittel bei Keuchhusten zur Hand.
    • Feuchte Raumluft hilft insbesondere nachts, um Schlafen zu können.
    • Das Inhalieren über heißem Wasser, in das sie Meersalz oder Kamille getan haben. Das befreit nicht nur die Atemwege, sondern beruhigt sie auch und hilft allgemein, die Beschwerden zu lindern. Die Verwendung eines Inhalationsgeräts ist dabei besonders empfehlenswert.
    • Meiden Sie Anstrengungen. Sport ist in dieser Zeit tabu. Zigarettenrauch in der Wohnung verschlimmert die Symptome. Ihrer und der Gesundheit Ihrer Kinder tun Sie damit keinen Gefallen.

    Die Keuchhusten Behandlung mit Hausmitteln sollte nur ergänzend zur ärztlichen Behandlung erfolgen. Pertussis ist keine Erkrankung, die man auf die leichte Schulter nehmen darf. In Deutschland und Österreich ist sie sogar meldepflichtig. Für Säuglinge und kleine Kinder kann Keuchhusten lebensbedrohlich sein und muss im Krankenhaus behandelt werden.

    Wer sich nicht geimpft hat und vermutet, dass er sich mit Keuchhusten angesteckt hat, kann trotzdem etwas dagegen unternehmen. Keuchhusten kann gut mit Antibiotika behandelt werden, wenn man es rechtzeitig erkennt.

    Wer sich nicht geimpft hat und vermutet, dass er sich mit Keuchhusten angesteckt hat, kann trotzdem etwas dagegen unternehmen. Keuchhusten kann gut mit Antibiotika behandelt werden, wenn man es rechtzeitig erkennt.

    Weitere Mittel gegen Keuchhusten

    Kleines Mädchen wird geimpft

    Mit einer Impfung kann man Keuchhusten vorbeugen.

    • Homöopathie kann ergänzend genutzt werden. Die Wirkung ist zwar umstritten aber nicht ausgeschlossen. Selbst ein Placebo-Effekt konnte in Studien als wirksame Behandlungsmethode verifiziert werden
    • Wie erwähnt sollten Sie auf Antibiotika nicht verzichten. Antibiotika stehen aufgrund ihrer übermäßigen Verschreibung durch Hausärzte in der Kritik. Immerhin werden dadurch resistente Keime gefördert. Aber Antibiotika bei Keuchhusten retten unter Umständen Ihr Leben oder das Leben Ihrer Kinder.
    • Säuglinge und Babys können an Keuchhusten sterben, und zwar sehr schnell. Eine Impfung ist hier das Mittel der Wahl. Aber auch als Erwachsener ist eine Impfung gegen Keuchhusten sinnvoll, um einer Epidemie vorzubeugen und die Leben von einigen Kindern zu schützen. Das Problem ist, dass Keuchhusten bei Erwachsenen oft unspezifisch verläuft.

    Schon gewusst?

    Ist der Keuchhusten vom Arzt diagnostiziert worden, kann die Einnahme von Antibiotika sinnvoll sein, wenn diese in den ersten 1-2 Wochen nach Beginn der Hustensymptomatik gegeben werden.

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    Autor

    Fabienne Müller

    Fabienne Müller

    Seit 15 Jahren Autorin im medizinischen Bereich.
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