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    Husten bei Asthma - das sollten Sie beachten

    Menschen, die a Asthma bronchiale erkrankt sind, kennen auch den zugehörigen Husten. Dieser hat mit Husten im Rahmen einer Erkältung nichts zu tun. Er ist ganz anders zu behandeln, als das normalerweise der Fall wäre. In unserem Artikel verschaffen wir Ihnen einen kurzen Überblick über diese spezielle Form des Hustens. Sie lernen Ursachen und Auslöser kennen, wie die Behandlung verläuft und noch einiges mehr.

    Junge Frau mit Asthma Spray

    Zusammengefasst

    • Der Husten ist ein Symptom bei Asthma
    • Der Husten kann ein Warnzeichen eines drohenden Asthmaanfalls sein
    • Asthma kann durch äußere Faktoren bedingt sein wie Allergien, kalte Luft, Anstrengung oder durch innere Ursachen, wie Infekte oder psychische Belastung. Der Husten verstärkt sich, wenn Sie diesen Faktoren ausgesetzt sind
    • Asthmatischer Husten klingt trocken, es kann zu Hustenattacken kommen
    • Um den Husten bei Asthma zu reduzieren, müssen Sie die Ursache des Asthmas bekämpfen
    • Nehmen Sie bei Asthma in jedem Fall die Hilfe eines Arztes in Anspruch
    • Kennen Sie die Warnsymptome eines drohenden Asthmaanfalls, um entsprechend reagieren zu können

    Was ist asthmatischer Husten?

    Unter Asthma verstehen die meisten den typischen beeindruckenden Asthmaanfall. Doch zum Asthma gehört ebenso ein hartnäckiger Husten. Dieser kann entweder als Vorbote eines Anfalls auftreten, den Anfall begleiten oder tritt im Nachgang auf. Entweder ist der asthmatische Husten eine allergische Reaktion durch Fremdstoffe von außen (exogen-allergisches Asthma). Oder, was häufiger auftritt, eine Reaktion auf Infekte, körperliche Anstrengung, kalte Luft, verschmutzte Luft oder psychische Belastungen (nicht-allergisches Asthma). Der akute Husten klingt trocken und verläuft ungewöhnlich heftig, so dass die Betroffenen oft kaum genug Zeit haben, um Luft zu holen. Das Gefühl der Atemnot wird dadurch verstärkt.

    Wie klingt asthmatischer Husten und warum muss man bei Asthma eigentlich husten?

    Die natürliche Funktion des Hustens ist es, Fremdkörper so schnell es geht aus den Bronchien zu befördern und die Atemwege zu befreien. Aber bei Asthma ist diese Reaktion eine Überreaktion. Der Husten klingt trocken und laut, erfolgt rasch hintereinander. Die Lunge fährt sozusagen von 0 auf 100, um die vermeintlichen Eindringlinge zu entfernen. Der Husten geht im Extremfall in einen Atemnotfall über. Es kommt zu Verengungen in den Bronchien (Obstruktionen), wodurch Luftnot auftritt. Angst und Panik verstärken die Symptome noch. Der Husten bzw. die Atemgeräusche klingen giemend, pfeifend, aus dem Brustkorb kommen brummende Nebengeräusche.

    Junge Frau hustet im Sommer im Freien

    Allergischer Husten

    Husten kann viele Ursachen haben. Eine davon ist eine Allergie. Vor allem im Frühjahr haben Leute mit Gräser- und Pollenallergien zu kämpfen aber auch Tierhaare oder Hausstaubmilben verursachen Husten und Schnupfen.

    Mann mit Schal hustet - im Hintergrund Herbstbäume

    Hustenarten

    Husten ist nicht gleich Husten. Ist er akut oder chronisch, mit Auswurf oder trocken? Hier finden Sie alles über Ursachen, Behandlung und Symptome der verschiedenen Hustenarten.

    Woran erkennt man Husten bei Asthma?

    Dass es sich tatsächlich um Husten durch Asthma handelt, ist zunächst gar nicht so leicht festzustellen. Beim Asthma können die Beschwerden auch relativ leicht sein. Dann ist der Husten nur dadurch gekennzeichnet, dass er ständig wiederkehrt. Hält der Husten über einen längeren Zeitraum an und ist klar keiner akuten Infektion zuzuordnen, sollten Sie zum Arzt gehen. Warten Sie nicht länger als 8 Wochen, wenn Sie unter Husten leiden. Der Arzt wird dann schauen, ob es sich tatsächlich um Asthma handelt. Die häufigste Diagnose, die der Symptomatik von Asthma ähnelt, ist die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD).  Hier noch einmal alles Bisherige zusammengefasst, woran man den asthmatischen Husten erkennt:

    • Die Beschwerden treten auf bei Kontakt mit Allergenen oder durch Stress, kalte Luft, Anstrengung oder bei Infekten
    • Der Husten klingt trocken und ist zunächst unproduktiv
    • Die Hustenanfälle können zur Atemnot führen
    • Nach einer Weile brodelt und brummt es in der Lunge und es kann viel Schleim produziert werden
    • Das ausgehustete Sekret ist zäh und glasig

    Häufig wird der trockene Husten nicht gleich mit einer Allergie in Verbindung gebracht, denn viele Leute merken nicht mal, dass sie unter einer Allergie leiden. Wer jedoch den Verdacht hegt auf etwas allergisch zu reagieren, der sollte am besten einen Allergie Test beim Arzt machen.

    Häufig wird der trockene Husten nicht gleich mit einer Allergie in Verbindung gebracht, denn viele Leute merken nicht mal, dass sie unter einer Allergie leiden. Wer jedoch den Verdacht hegt auf etwas allergisch zu reagieren, der sollte am besten einen Allergie Test beim Arzt machen.

    Was muss ich beachten, wenn ich unter Husten durch Asthma leide?

    Mädchen inhaliert mit Asthma Spray

    Achten Sie darauf, dass auch ihr Kind immer sein Asthma Spray bei sich trägt.

    Zunächst ist es wichtig, die richtige Therapie in Anspruch zu nehmen. Asthma dürfen Sie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Diese Erkrankung kann die Lebensqualität erheblich negativ beeinträchtigen. Aber mit der richtigen Therapie und der richtigen eigenen Gesundheitsfürsorge, kann ein relativ normales Leben geführt werden.

    Da Asthma oft Hand in Hand mit einer Allergie einhergeht, meiden Sie wenn möglich die Allergene oder reduzieren Sie diese. Die auslösenden Faktoren für Ihr Asthma werden Sie mit Ihrem Lungenfacharzt sicherlich erörtert haben. Vielen Patienten hilft es, sich aktiv Ruhe zu gönnen. Sich zurückziehen, kurz abschalten, ein Glas Wasser trinken. Wichtig ist es, zu lernen, sich selber zu beruhigen und sich nicht der Panik und der Erstickungsangst ausgeliefert zu fühlen. Ihr Arzt wird Ihnen auch dahin mit Rat zur Seite stehen.

    Was hilft gegen Husten durch Asthma?

    Meist ist es so, dass Patienten, die unter Asthma leiden, die passenden Medikamente dabei haben. Asthmasprays bzw. Controller beinhalten häufig Cortison, was rasch zu einer Abschwellung der gereizten Bronchien führen kann. Dabei ist bezüglich der allgemein befürchteten Nebenwirkung Cortison in Tablettenform nicht gleichzusetzen mit inhalativem Cortison! Die Bronchien sind bei Asthma dauerhaft überreizt, wodurch es zu dem immer wiederkehrenden Husten kommt. Diese kortisonhaltigen Medikamente, auf lange Sicht angewendet, verringern die Entzündungsbereitschaft der Bronchien. Dadurch nimmt auch die Häufigkeit des Hustens ab. Entsprechend reduziert sich die Neigung zum Asthmaanfall.

    Zur akuten Behandlung helfen sogenannte Reliever (Erleichterungsmedikamente). Auch das sind Medikamente, die über die Atmung aufgenommen werden. Sie erweitern die Bronchien und beruhigen sie.

    Schon gewusst?

    Gegen Husten gibt es viele Mittel und Hausmittel die helfen können. Bei asthmatischem Husten, sollte man jedoch am besten mit dem Arzt besprechen, welche Mittel man nehmen kann.

    Wann sollte man zum Arzt gehen?

    Generell sollten Sie im regelmäßigen Kontakt mit Ihrem Hausarzt oder Lungenfacharzt stehen. Das Asthma und den damit verbundenen Husten können Sie alleine nicht behandeln. Sie brauchen die richtige, auf Sie angepasste Therapie in Form von Medikamenten und evtl. angeleitetes Atemtraining. Das Thema Asthma ist weit verbreitet und dahingehend gibt es viele Möglichkeiten, sich Hilfe zu holen.

    Ansonsten gehen Sie wieder zum Arzt, wenn sich Ihre asthmatischen Beschwerden zunehmend verschlimmern. Oder wenn Sie das Gefühl haben, Ihre Medikamente wirken nicht mehr wie zu Beginn der Behandlung. Zunehmend allgemeine Erschöpfung, reduzierte Herzfrequenz, starke Atemnot – all das sich Gründe, den Arzt aufzusuchen.

    Husten als Warnsymptom eines Asthmaanfalls

    Der asthmatische Husten ist nur eines der Symptome zahlreicher anderer Beschwerden, die Sie als Patient haben können. Er reiht sich in eine Rangfolge an Warnzeichen ein, anhand derer Sie erkennen können, dass sich ein Asthmaanfall ankündigt. Diese Frühwarnzeichen im Kopf zu haben, hilft Betroffenen, entsprechende Gegenmaßnahmen in die Wege zu leiten. Hier sind die sieben Warnsymptome eines Asthmaanfalls:

    • Abfall der Morgenwerte auf dem Peak Flow Meter (ein kleines Instrument, mit dem Sie Ihre maximale Ausatemgeschwindigkeit erfassen können). Zunahme von Schwankungen im Laufe des Tages. Umschalten der Ampel von grün auf gelb
    • Zunahme der Atemnot, vor allem nachts und morgens
    • vor allem nachts zunehmender Husten; Hustenattacken treten häufiger auf
    • Menge, Farbe und Zähigkeit des Auswurfs ändert sich
    • Sie sind immer weniger körperlich belastbar
    • Sie greifen häufiger auf Notfall-Sprays zurück
    • Auftreten von Anzeichen eines Atemwegsinfektes (zum Beispiel Fieber, gelblich-grüner Auswurf)

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    Autor

    Martin Diekmann

    Facharzt für Innere Medizin - Tätigkeitsschwerpunkt: Kardiologische Erkrankungen
    Martin Diekmann

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