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    Chronische Bronchitis

    Die chronische Bronchitis ist eine ernstzunehmende Lungenerkrankung. Aus dieser können sich andere Erkrankungen entwickeln, wenn Sie nicht die geeigneten Gegenmaßnahmen ergreifen. Denn wenn Sie die Symptome frühzeitig richtig erkennen und behandeln, können Sie gegensteuern. Was Sie tun können, wann eine Bronchitis eigentlich chronisch genannt wird und weitere Informationen erhalten Sie in unserem Artikel.

    Älterer Mann mit Chronischer Bronchitis wird von Arzt untersucht

    Zusammenfassung

    • Eine chronische Bronchitis basiert anders als eine akute Bronchitis nicht auf einem Infekt
    • Häufigste Ursache ist das aktive Rauchen oder das Passivrauchen. Schadstoffbelastungen, genetische Veranlagung und immer wiederkehrende Infekte die anderen
    • Die chronische Bronchitis ist gekennzeichnet durch häufiges Husten, vor allem morgens, und zähen Schleim
    • Aus einer chronischen Bronchitis kann sich eine COPD und ein Lungenemphysem entwickeln
    • Hören Sie auf zu rauchen, damit sich die Symptome nicht verschlimmern. Meiden Sie Schadstoffe in der Luft.
    • Stellen Sie auch bei Verdacht auf diese Erkrankung Kontakt zu Ihrem Arzt her. Spätestens nach 8 Wochen anhaltenden Hustens. Als Raucher gilt, dass Sie bereits nach 4 Wochen anhaltendem Husten zum Arzt gehen sollten.

    Was ist eine chronische Bronchitis?

    Eine Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchien. Nicht wenige Menschen haben mit einer Bronchitis im Rahmen einer Erkältung oder einer Grippe zu tun. Doch diese Form der Bronchitis ist anders. Die WHO hat fest definiert, ab wann eine Bronchitis chronisch genannt wird. Treten die Symptome wie Husten und Auswurf in zwei aufeinanderfolgenden Jahren jeweils drei Monate lang am Stück auf, ist die Bronchitis chronisch.

    Wie entsteht eine chronische Bronchitis?

    Größter Risikofaktor ist das Rauchen. Jeder kennt den Begriff Raucherhusten. Der Rauch zerstört zum einen die feinen Flimmerhärchen in den Bronchien, die Sekret und kleinste schadhafte Partikel abtransportieren sollen. Außerdem schwächt der Rauch das Immunsystem, fördert Entzündungen und regt die Schleimproduktion an. Auch beim Passivrauchen ist das Risiko erhöht, an einer chronischen Bronchitis zu erkranken.

    Schadstoffe in der Luft oder auch Feinstaub fördern die Entstehung ebenfalls. Wenn Sie beispielsweise regelmäßig mit Stäuben oder Dämpfen an Ihrem Arbeitsplatz zu tun haben, ist das Risiko höher, daran zu erkranken.

    Andere Gründe, an einer chronischen Bronchitis zu erkranken sind zum Beispiel genetische Ursachen. Oder bestimmte Grunderkrankungen wie Asthma, Mukoviszidose oder chronische Nasennebenhöhlenentzündungen. In seltenen Fällen können auch schwere Allergien Grund sein. Allerdings ist bei letztgenannten Ursachen oft nicht klar, ob sie Ursache oder Folge einer chronischen Bronchitis sind.

    Junge Frau mit akuter Bronchitis sitzt im Bett

    Akute Bronchitis

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    Junger Mann mit Zigarette in der Hand hustet

    COPD

    Vor allem Raucher leiden unter COPD. Doch was genau ist eine chronische obstruktive Bronchitis eigentlich, was sind die Ursachen hierfür und wie kann man Sie behandeln? Tipps und Infos rund um das Thema COPD.

    Wie erkennt man eine chronische Bronchitis?

    Die Symptome einer chronischen Bronchitis sind recht klar aber auch diffus. Zwar gibt es Husten und Auswurf mit zähem Schleim als typisches Symptom, aber diese Dinge passen auf viele Hustenarten. Vor allem gehen die meisten Patienten davon aus, dass es sich bei einem langanhaltenden Husten um eine Erkältung handelt, die sich in die Länge zieht. Darum ist es wichtig, hier auf die Dauer des Hustens zu achten. Wenn Sie den Husten ganz klar mit einem Infekt in Verbindung bringen können, der noch ausheilt, dann ist das gut. In der Regel dauert ein Husten, der einer Erkältung geschuldet ist, bis zu acht Wochen. Da kann dann aber auch schon mal untergehen, dass er anhält und gar nicht mehr aufhört. Das Fatale an einer chronischen Bronchitis ist, dass sich daraus eine chronische obstruktive Lungenerkrankung, COPD genannt, entwickeln kann. Und das, ohne dass man damit gerechnet hat. Wie erwähnt ist das Rauchen Hauptrisikofaktor. Nehmen Sie also Ihren Raucherhusten ernst.

    Um die Symptome der chronischen Bronchitis im frühen Stadium zu lindern, können Sie auch auf altbewährte Hausmittel zurückgreifen. Diese wirken aber nur, wenn Sie die Auslöser für Ihre Lungenerkrankung beseitigt haben. Dann unterstützen Sie Medikamente und Hausmittel beim Heilungsverlauf.

    Um die Symptome der chronischen Bronchitis im frühen Stadium zu lindern, können Sie auch auf altbewährte Hausmittel zurückgreifen. Diese wirken aber nur, wenn Sie die Auslöser für Ihre Lungenerkrankung beseitigt haben. Dann unterstützen Sie Medikamente und Hausmittel beim Heilungsverlauf.

    Was ist der Unterschied zwischen chronischer Bronchitis, COPD und Lungenemphysem?

    Mann beim Joggen mit chronischer Bronchitis

    Auf Sport sollte man bei einer chronischen Bronchitis unbedingt verzichten.

    Aufgrund einer chronischen Bronchitis kann sich eine COPD entwickeln. Die Bronchien sind also über einen langen Zeitraum chronisch entzündet. Das Gewebe verändert sich, die Atemwege verengen sich dauerhaft. Bei der COPD kommt es zunehmend zu Atemnot. Diese Symptome sind irreversibel, also nicht rückgängig zu machen. Nutzt man Medikamente und wendet die richtige Therapie an, kann der Verlauf einer COPD gebessert werden. Im Verlaufe entwickelt die chronische Bronchitis bzw. die COPD eine Überblähung der Lunge und der Lungenbläschen. Dadurch kann kein adäquater Gasaustausch stattfinden. Dies nennt man ein Lungenemphysem.

    Wie lange dauert eine chronische Bronchitis?

    Wenn Sie nicht gegen die Ursachen der chronischen Bronchitis unternehmen, dann dauert diese ewig. Sie hat mit einer akuten Bronchitis, die eindeutig einem Infekt geschuldet ist, nichts zu tun. Ganz im Gegenteil sogar: Unbehandelt verschlechtert sich der Zustand Ihrer Bronchien zunehmend, bis Ihre Atemwege völlig verengt sind und sich eine COPD „eingeschlichen“ hat.

    Schon gewusst?

    Eine chronische Bronchitis sollte unbedingt vom Arzt behandelt werden. Zu groß ist die Gefahr, dass daraus COPD entsteht.

    Was hilft gegen eine chronische Bronchitis? Kann man etwas dagegen tun?

    Wenn Ihr Arzt die Diagnose gesichert hat, dass bei Ihnen eine chronische Bronchitis vorliegt, dann können Sie noch aktiv dagegen vorgehen. Zumindest, sofern sich noch keine COPD oder ein Lungenemphysem gebildet hat. Aber selbst dann ist es nicht zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören. Die chronische Bronchitis kann dadurch in ihrem Anfangsstadium noch rückgängig gemacht werden. In den anderen Fällen wird der Krankheitsverlauf gestoppt oder zumindest deutlich verlangsamt.

    Tatsächlich ist es so, dass viele Raucher bei der Diagnose COPD weiter rauchen, weil es jetzt „ja eh zu spät ist“. Aber das ist ein Trugschluss. Sie befeuern ihre chronisch obstruktiven Atemwege noch mehr, die Atemnot verstärkt sich und irgendwann tritt der Tod durch Ersticken ein. Je früher Sie ansetzen, diesen Verlauf zu unterbrechen, desto besser. Darum ist es so wichtig, den Husten gut im Blick zu halten. Gerade dann, wenn Sie rauchen.

    Ansonsten meiden Sie die Schadstoffe, denen Sie ausgesetzt sind, die für die chronische Bronchitis verantwortlich sind. Weitere Maßnahmen:

    • Medikamente, die Ihnen Ihr Arzt verschreibt
    • Atemtherapie kann bei fortgeschrittener Erkrankung angewendet werden.
    • Sport und Bewegung verbessern im Allgemeinen sämtliche Körperfunktionen. Ihrer Lunge tun Sie damit nur Gutes und können dadurch zum Beispiel verhindern, dass die chronische Bronchitis erneut ausbricht oder sich verschlechtert. Holen Sie sich dahingehend weitere Informationen von Ihrem Arzt, weil die sportlichen Aktivitäten individuell angepasst sein müssen.
    • Die Ernährung sollte ausgewogen und angepasst sein. Sowohl Übergewicht als auch Untergewicht wirken sich negativ auf Ihre Lungenfunktion aus
    • Beugen Sie Infekten vor. Eine gute Pflege der Atemwege ist wichtig. Dazu gehört beispielsweise die regelmäßige Inhalation, damit die oberen Atemwege befeuchtet werden.

    Helfen Antibiotika gegen eine chronische Bronchitis?

    Oft kommt die Frage auf, ob Antibiotika gegen eine chronische Bronchitis helfen. Nein, weil es sich um keine Infektionskrankheit handelt. Sie können zwar schleimlösende Medikamente zu sich nehmen. Aber das wirkt nur für den Moment. Es wiegt Sie in Sicherheit, wo keine ist. Hier gilt es, anders als bei einer Grippe, die Ursache zu bekämpfen, statt Symptome zu unterdrücken.

    Wann muss ich zum Arzt gehen?

    Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie glauben, eine chronische Bronchitis zu haben. Er wird Ihnen die richtige Behandlung vorschlagen und Sie weiter über die Erkrankung aufklären. Auch wenn sich Ihre Symptome verschlechtern, obwohl Sie alles so machen, wie es Ihnen geraten wurde, suchen Sie den Arzt auf. Ebenso, wenn Atemnot auftritt. Allgemein: Wenn der Husten länger als 8 Wochen andauert (bei Rauchern bereits nach 4 Wochen).

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    Autor

    Martin Diekmann

    Facharzt für Innere Medizin - Tätigkeitsschwerpunkt: Kardiologische Erkrankungen
    Martin Diekmann

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