Wie bei einer Bronchitis Hausmittel helfen können

    Die akute Bronchitis tritt im Rahmen einer Erkältung recht häufig auf. Die Symptome können nervig und hartnäckig sein, weil sich die Viren auf die unteren Atemwege ausgebreitet haben und die Bronchien sich entzünden. Bei den meisten gesunden Menschen heilt die Bronchitis nach einigen Wochen folgenlos ab. Medikamente und Hausmittel können bei der Genesung helfen. In unserem Artikel zeigen wir Ihnen ein paar Hausmittel, die die Beschwerden einer Bronchitis lindern können.

    Junge Frau sitzt um Bett, in der Hand eine Tasse Tee mit Honig

    Das Wichtigste auf einen Blick

    • Hausmittel gegen Bronchitis helfen meistens gut, wenn der Krankheitsverlauf normal ist.
    • Beachten Sie grundsätzliche Hausmittel gegen Husten und meiden Sie Rauchen, Stress und körperliche Anstrengungen
    • Kleinkinder und Säuglinge sowie Alte sollten nicht zu lange damit warten, zum Arzt zu gehen
    • Ansonsten ist eine Behandlung durch einen Arzt nicht nötig
    • Antibiotika helfen nicht gegen eine typisch Virus ausgelöste Bronchitis, es sei denn, die Symptome verschlimmern sich drastisch. Nehmen Sie dann die Hilfe eines Arztes in Anspruch

    Welche Hausmittel helfen bei akuter Bronchitis?

    Eine akute Bronchitis heilt normalerweise von alleine aus. Aber wir alle wissen, wie anstrengend und auch kräftezehrend der Weg bis dorthin sein kann. Es ist nicht falsch, die Symptome zu lindern, wenn die Ursachen klar sind und wenn es zu keinen weiteren Komplikationen kommt. Aber dazu später mehr. Bei Husten gilt es einige grundsätzliche Dinge zu beachten, die wir hier auch noch mal aufführen werden. Sie sind quasi die Grundlage für fast alle Möglichkeiten der Behandlung gegen Husten.

    • Trinken Sie genug: Man kann es nicht oft genug erwähnen. Wasser ist essentiell wichtig für sämtliche Körperfunktionen. Mit einem ausgeglichenen Wasserhaushalt wird es Ihre Lunge in jedem Fall leichter fallen, Schleim zu produzieren. Dieser ist schließlich wichtig und nützlich. Ein Zu-Wenig an Wasser ist in jedem Fall ein Nachteil.
    • Gönnen Sie sich Ruhe: Eine Bronchitis ist zwar in den meisten Fällen harmlos, kann sich aber verschlimmern, wenn Sie sich nicht schonen. Verzichten Sie auch auf Sport oder andere körperlich anstrengende Aktivitäten!
    • Unterdrücken Sie nicht die Symptome: Quälender Reizhusten, wie er zu Beginn einer Bronchitis auftreten kann, darf mit Hustenstillern behandelt werden, wenn der Schlaf darunter leidet. Aber eine akute Bronchitis geht mit Schleim einher. Hindern Sie diesen nicht, abzufließen. Im Gegenteil. Fördern Sie die Sekretion.
    • Tee und andere warme Getränke sind keine Gegenmittel, sind aber sehr wohltuend. Achten Sie darauf, schleimlösende Kräuter wie Thymian, Fenchel, Salbei oder andere zu verwenden. Auch Ingwer ist hier ein beliebtes Mittel, den zähen Husten besser in den Griff zu bekommen.
    • Quarkwickel helfen, die entzündeten Bereich etwas unter Kontrolle zu bekommen und verschaffen Linderung, vor allem die durch das Husten verkrampften Muskeln. Milchsäurebakterien im Quark werden über die Haut zu den entzündeten Bereichen geleitet und können dort wirken.
    • Zwiebelsaft ist eines der ältesten Hausmittel und hilft mit am besten, den zähen Schleim in den Bronchien etwas zu lösen bzw. zu verflüssigen. Fast jeder hat Zwiebeln daheim, so dass es sehr leicht ist, diesen Sirup herzustellen. Zerschneiden Sie einfach eine Zwiebel, köcheln Sie sie mit etwas Wasser und Kandis, bis es dickflüssig wird. Dann absieben und zurück bleibt ein hilfreicher Hustensaft.
    • Inhalieren Sie mehrmals täglich über einer Schüssel mit heißem Wasser oder einem Inhalator. Kinder sollten aufgrund der Verbrühungsgefahr letzteres wählen. Nun geben Sie etwas Kochsalz ins Wasser und getrocknete Kräuter oder ätherische Öle. Aber Achtung: Ätherische Öle eignen sich nicht für Kinder, Säuglinge und Asthmapatienten.

    Welche Hausmittel helfen gegen Bronchitis im Allgemeinen noch?

    Neben der akuten Bronchitis, die von einem Infekt herrührt, gibt es noch die chronische Bronchitis, die spastische Bronchitis, oder die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD). Zu jeder der verschiedenen Formen haben wir auf unseren Unterseiten weitere Informationen für Sie zusammengestellt. Alle Bronchitisformen haben die Produktion von viel Schleim und zähem Husten als Gemeinsamkeit. Dabei helfen die oben erwähnten Maßnahmen genauso.

    Die chronische (obstruktive) Bronchitis jedoch muss von ihrer Ursache her bekämpft werden. Schleimlösende Maßnahmen bringen nur sehr kurz Linderung, aber es ist wie ein Kampf gegen Windmühlen. Der Husten wird sich trotzdem nicht bessern. Im Gegenteil: Wer lange an seinem chronischen Husten bzw. der chronischen Bronchitis herumdoktert, läuft Gefahr, unter anderem an Asthma zu erkranken.

    Übrigens: Da Hausmittel gegen Bronchitis in der Regel keine Nebenwirkungen besitzen, eignen sie sich auch für Schwangere und kleine Kinder oder immungeschwächte Menschen.

    Junge Frau mit akuter Bronchitis sitzt im Bett

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    Wann sollte man zum Arzt gehen?

    Eine Bronchitis dauert normalerweise zwei Wochen, kann aber auch vier Wochen brauchen, um abzuheilen. Leichtes Fieber und geschwollene Lymphknoten sind völlig normal und kein Grund zur Sorge. Bis dahin muss noch immer kein Arzt aktiv werden. Sollten sich allerdings die Symptome bereits nach einer Woche rapide verschlechtern, sollte man zum Arzt gehen. Auch sehr hohes Fieber oder sogar Atemnot müssen ärztlich abgeklärt werden. Er entscheidet dann über die weitere Therapie. Es könnte nämlich sein, dass sich zu der viralen Infektion Bakterien angesiedelt haben. Ebenso sollte man mit seinem Baby oder kleinen Kindern nicht zu lange mit dem Arztbesuch warten, da sich aus einer akuten Bronchitis eine obstruktive bzw. spastische Bronchitis entwickeln kann. Auch ältere Menschen gehören zur Risikogruppe. Der Grund: Ihre Lungen sind durch die Lebensjahre nicht mehr richtig in der Lage, sich selbst zu reinigen. Infektionen können somit rasch gefährlicher verlaufen.

    Eine Bronchitis kann lange und ausdauernd sein. Das raubt einem nicht nur den letzten Nerv, sondern kann auch dazu verleiten, aus lauter Verzweiflung zum Arzt zu gehen. Schließlich geht der Husten ja nicht weg. Häufig werden Antibiotika verschrieben. Diese wirken allerdings bei einem normalen Krankheitsverlauf nicht.

    Eine Bronchitis kann lange und ausdauernd sein. Das raubt einem nicht nur den letzten Nerv, sondern kann auch dazu verleiten, aus lauter Verzweiflung zum Arzt zu gehen. Schließlich geht der Husten ja nicht weg. Häufig werden Antibiotika verschrieben. Diese wirken allerdings bei einem normalen Krankheitsverlauf nicht.

    Wann sollte man Medikamente nehmen?

    Hustensaft wird auf einen Löffel gegeben

    Ein Hustenstiller kann die Leiden bei Bronchitis lindern

    Medikamente sind bei einer akuten Bronchitis normalerweise nicht nötig. Sie können das Schleimlösen jedoch mit Arzneimitteln unterstützen. Die meisten Menschen greifen eher zu fiebersenkenden Medikamenten und Schmerzmitteln. Hauptsächlich werden bei einer Bronchitis die Symptome behandelt.

    Die Hühnersuppe hilft tatsächlich gegen Husten und Bronchitis. Das liegt aber nicht am Huhn an sich, eine vegetarische Variante ist also auch möglich. Vielmehr sind es die Wärme und die Feuchtigkeit sowie einige Elektrolyte, die dafür sorgen, dass Sie sich besser fühlen.

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    Martin Diekmann

    Martin Diekmann

    Facharzt für Innere Medizin - Tätigkeitsschwerpunkt: Kardiologische Erkrankungen
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