Reizhusten bei Babys – Tipps für die ersten 12 Monate

    Reizhusten bei Erwachsenen ist schon quälend. Kinder und Kleinkinder leiden sehr darunter. Aber Babys und Säuglinge mit Reizhusten stellen uns vor eine ganz besondere Herausforderung. Die Kleinsten unter uns können Ihre Bedürfnisse oft nicht anders äußern als zu schreien, wenn ihnen etwas missfällt oder wenn sie Schmerzen haben oder sich unwohl fühlen. Die Symptome einer Erkältung in Kombination mit Husten können nur wir als Erwachsene deuten und interpretieren. Und entsprechend handeln. Nicht immer ist ein Besuch beim Arzt nötig. Obwohl man insgesamt noch vorsichtiger und aufmerksamer sein muss, gibt es auch hier Hausmittel und weitere Tipps, mit denen Sie Ihrem Baby deutliche Erleichterung verschaffen können.

    Kleinkind bekommt einen Löffel Hustensaft

    Das Wichtigste auf einen Blick

    • Beobachten Sie Ihre Kinder genau, um eine Verbesserung oder Verschlimmerung der Symptome zu erkennen.
    • Reizhusten ist trocken und fördert keinen Schleim. Das Baby hat kein Fieber.
    • Nutzen Sie Hausmittel gegen Reizhusten vorsichtig und mit Bedacht.
    • Eine Behandlung mit Medikamenten ist oft nicht nötig.
    • Gehen Sie zum Kinderarzt, wenn Sie unsicher werden.

    Reizhusten bei Babys richtig erkennen

    Zunächst sollten Sie im Blick haben, ob es sich wirklich um einen Hustenreiz handelt, der einer Erkältung geschuldet ist. Wenn dem Baby die Nase läuft, es leidlich ist, schlecht trinkt und viel weint, der Schlaf gestört ist, dann ist es ziemlich sicher, dass es einen erkältungsbedingten Infekt hat. Die Ursachen dafür werden Sie nachvollziehen können, weil das Kind immer in Ihrer Nähe oder in der Ihres Partners ist. Sollten Sie Ihr Kind bereits in einer Kita unterbringen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich dort angesteckt hat.

    Symptome von Reizhusten bei Babys

    Diese Symptome sprechen für einen Reizhusten bei Ihrem Baby:

    • Der Husten ist trocken. Es wird also kein Schleim gebildet.
    • Hören Sie dem Baby beim Atmen zu. Klingen die Atemwege frei, ist es ein trockener Reizhusten. Flattert es und hört sich rasselnd an, handelt es sich um einen produktiven Husten. Das erkennen Sie evtl. schon am Auswurf
    • Der Husten wandelt sich recht schnell in einen produktiven Husten (nach etwa drei Tagen). Hält er länger an, gehen Sie zum Arzt.
    • Das Baby leidet nicht unter Fieber und ist ansonsten fit
    • Das Atmen sollte frei möglich sein. Weder schnappt das Kind nach Luft, noch krümmt es sich vor Schmerzen beim Husten.
    • Der Husten kommt kurz und stoßweise, klingt aber auch wieder rasch ab. Ein stakkatoartiges, sehr schnelles Husten spricht für Keuchhusten. Sofort zum Arzt!

    Wenn Ihr Baby eigentlich gesund ist und mit einem Malin der Nacht sehr laut anfängt, bellend zu husten, dann kann es sich um einen Pseudokruppanfall handeln. Weitere Informationen dazu auf unserer gesonderten Seite. Weitere Gründe, warum ein Baby nachts unter Husten leidet, können eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung sein. Doch diese beiden Krankheiten gehen noch mit anderen Symptomen wie Fieber und vermehrtem Auswurf einher.

    Eine Kappe mit Hustensaft steht auf einem Holztisch und im Hintergrund liegen Blätter

    Hustensaft für Babys

    Husten ist für alle Betroffenen je nach Schweregrad eine hohe Belastung. Besonders bei Babys die Frage, ob man das Leiden der Kleinen durch Hustensäfte lindern soll.

    Eine Tasse Tee mit Zitrone Honig und Zwiebel

    Hausmittel für Babys

    Welche Hausmittel kann ich meinem Baby gaben damit der Husten gelindert wird? Welche Mittel sollten nicht verwendet werden bei Säuglingen?

    Was man gegen Reizhusten bei Babys tun kann

    Im Großen und Ganzen hilft Babys gegen Reizhusten fast alles, was auch Erwachsenen und Kindern gut tut. Was sollte man beachten? Dass ihr Baby deutlich rascher eine Verschlimmerung der Symptome zeigen kann und dass sie mit den Maßnahmen gegen den Reizhusten umzugehen wissen. Probieren Sie an Ihrem kleinen Kind keine Dinge aus, von denen Sie mal gelesen haben oder gar nicht richtig wissen, wie es geht. Säuglinge reagieren viel empfindlicher auf alles, was ihnen zugefügt wird. Die winzig kleinen Atemwege reagieren rasch auf äußere Einflüsse. Bei vielen Kindern ist noch gar nicht bekannt, ob sie bestimmte Kräuter und Zusätze überhaupt vertragen oder darauf sogar allergisch reagieren.

    Sollte ihr Kind ansonsten aber grundsätzlich gesund sein und vielleicht schon Erfahrungen mit einem Hausmittel oder dergleichen gemacht haben, dann greifen Sie ruhig darauf zurück.

    • Trinken. Das Thema, das uns immer verfolgt. Ihr Baby muss ausreichend trinken. Normalerweise tut es das auch von ganz alleine. Wenn Sie es stillen, wird es Ihnen zu verstehen geben, wenn es Durst hat. Ebenso, wenn Sie es mit dem Fläschchen füttern. Einen Flüssigkeitsdefizit erkennen Sie unter anderem daran, dass die Fontanelle eingesunken ist. Normalerweise reicht die Muttermilch bzw. Säuglingsmilch. Es muss nichts zusätzlich gegeben werden (außer, das Kind hat Fieber). Isst Ihr Baby bereits ein bisschen Brei, können Sie ihm zusätzlich zur Muttermilch etc. etwa 400 ml zusätzlich an Flüssigkeit zugeben.
    • Erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit in dem Raum, in dem Ihr Kind schläft. Das hilft, nachts besser zu schlafen und beugt oft schon einer intensiveren Behandlung durch den Arzt vor. Die Raumtemperatur sollte bei 16 bis 18 Grad Celsius liegen. Zimmerpflanzen sorgen für eine Reinigung der Atemluft. Zudem helfen Schalen mit Wasser auf der Heizung. Stoßlüften vor dem Zubettgehen sorgt für Frischluft im Schlafzimmer.
    • Eine Inhalation wie bei Erwachsenen oder Kleinkindern ist nicht möglich. Baden Sie das Baby vor dem Schlafen oder halten Sie sich mit dem Kind eine Weile im Badezimmer auf, während Sie das heiße Duschwasser laufen lassen. Der warme Wasserdampf hilft, die Bronchien zu erweitern und evtl. vorhandenes Sekret zu lockern.
    • Durch eine Erkältung ist oft die Nase verstopft. Wenn Sie stillen, dann tropfen Sie Ihrem Kind etwas Muttermilch in die Nasenlöcher, das hilft beim Abschwellen und das Kind muss nicht mehr durch den Mund atmen.
    • Alternativ zur Muttermilch: Eine Kochsalzlösung herstellen und mehrmals täglich ein paar Tropfen in die Nase des Babys geben (1g Kochsalz in 100ml abgekochtem Wasser auflösen -> im Kühlschrank aufbewahren).
    • Der Nasenschleim Ihres Babys kann auch abgesaugt werden. Fragen Sie in der Apotheke nach, dafür gibt es spezielle Nasensauger bzw. Schleimabsauger für kleines Geld.
    • Wenn Ihr Kind bereits zusätzlich zur Babynahrung oder Muttermilch trinkt, geben Sie ihm Tee mit Eibisch, isländisch Moos, Malve oder Spitzwegerich.
    • Viele Eltern schwören auf Bienenwachswickel. Diese werden um den Brustkorb des Babys gelegt, beruhigen die Bronchien und sorgen für eine bessere Durchblutung. Außerdem pflegt das Bienenwachs die empfindliche Baby Haut.

    Bei Babys hilft gegen Reizhusten fast alles, was auch Erwachsenen guttut. Es kann vorkommen, dass bei Neugeborenen Kindern schneller eine Verschlimmerung eintreten kann. Probieren Sie an Ihrem Baby keine Dinge aus, von denen Sie mal gehört haben und nicht genau wissen, wie sie funktionieren. Säuglinge sind viel empfindlicher, weil ihr Immunsystem noch in der Aufbauphase ist.

    Bei Babys hilft gegen Reizhusten fast alles, was auch Erwachsenen guttut. Es kann vorkommen, dass bei Neugeborenen Kindern schneller eine Verschlimmerung eintreten kann. Probieren Sie an Ihrem Baby keine Dinge aus, von denen Sie mal gehört haben und nicht genau wissen, wie sie funktionieren. Säuglinge sind viel empfindlicher, weil ihr Immunsystem noch in der Aufbauphase ist.

    Was sie nicht tun sollten

    Ein Baby hustet

    Bei ungewöhnlich starkem Husten sollte ein Arzt aufgesucht werden.

    • Mit ätherischen Ölen einreiben
    • Oberkörper hochlagern
    • Inhalieren über heißem Wasser
    • Honig ist für Kinder unter 12 Monaten verboten aufgrund der Gefahr des Säuglingsbotulismus

    Wann muss ich mit dem Baby zum Arzt?

    Es gibt ein paar Anzeichen dafür, wann Sie mit Ihrem Baby zum Arzt gehen sollten. Warten Sie nicht ab und experimentieren Sie nicht mit Hausmitteln oder Homöopathie, in der Hoffnung, damit der Gesundheit Ihres Kindes etwas Gutes zu tun. Im akuten Fall der unten genannten Symptome sollten Sie auf Nummer sich gehen. Bei Babys und kann sich ein Infekt sehr rasch verschlimmern, wenn nicht rechtzeitig etwas dagegen getan wird.

    • Ihr Baby wird schlapp, lethargisch und teilnahmslos
    • Die Erkältungsbeschwerden verschlimmern sich zusehends
    • Die Körpertemperatur übersteigt 38 Grad Celsius (Babys unter drei Monaten) oder 39 Grad Celsius (älter als drei Monate)

    Schon gewusst?

    Ein krankes Baby braucht Zuwendung. Körperliche Nähe tut gut. Lassen Sie es in Ihrem Bett schlafen.

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    Autor

    Fabienne Müller

    Seit 15 Jahren Autorin im medizinischen Bereich.
    Fabienne Müller

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